Deutsche Sprache Wortschatz Computer

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A

AC/DC (AC, Abk. für engl. alternate current, dt.= Wechselstrom. DC, Abk. für

engl. direct current, dt.= Gleichstrom.) Bei der –> DCT (Diskreten Cosinus-

Transformation) steht der DC-Wert für einen Gleichwert, der einen konstan-

ten Bezugswert darstellt, und der AC-Wert für die Anteile unterschiedlicher

Grundfrequenzen.

Account: (engl. für dt.= Konto, Zugang). Zugangsberechtigung eines Netz-

werkanwenders.

Achsensprung: Scheinbare Richtungsänderung bei sich bewegenden Film-

aufnahmen durch falsches Drehen der Aufnahmerichtung beim –> Schuß-

Gegenschuß.

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A

ACM: (Abk. für engl. Automatic Communication Port Manager dt. = Automa-

tischer Kommunikationsschnittstellen-Verwalter). Minolta-eigene Technik,

die den Drucker befähigt, automatisch zu erkennen, über welchen Anschluß

er Daten vom Computer erhält. Das erspart bei der Nutzung verschiedener

Rechner mit unterschiedlichen Kommunikationsschnittstellen die jeweilige

Neukonfigurierung des Gerätes. Andere Hersteller setzen adäquate Techni-

ken ein, die Firma QMS beispielsweise nennt ihr System Crown-Technologie.

ADB: (Abk. für engl. Apple Desktop Bus). Schnittstelle an Apple-Computern,

die den Anschluß von Tastatur, Maus und anderen Eingabegeräten wie Gra-

fiktabletts erlaubt. Bis zu sieben Geräte lassen sich in eine Kette schalten

und mit dem Mac verbinden.

Additions: Programmodule, die das Layoutprogramm Adobe PageMaker um

zusätzliche Funktionen erweitern und dort über integrierte Befehle oder

spezielle Menüleisten abrufbar sind.

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A

ADF: (Abk. für engl. automatic document feeder, dt. = automatischer Ein-

zelblatteinzug). Vorrichtung, die den blattweisen Papiereinzug von einem

Stapel ohne Bedienereingriff erlaubt. Einige ADFs sind in den Scanner inte-

griert, andere muß man an das Gerät anschließen.

AFE-Translator: (AFE Abk. engl. für Apple File Exchange, dt. = Apple Dateien

Austausch). Das standardmäßig mitgelieferte Mac-Filekonvertierungs-Utili-

ty. Die deutsche Version heißt „Dateien konvertieren“. Ein Translator ist

eine Art Modul, das der Anwender in den „Dateien konvertieren“-Ordner

legt und als zusätzlichen Konverter anwählt. Der von Ares zum Programm

Font Chameleon mitgelieferte Translator sorgt beim Übertragen zum Mac für

die Aufgliederung des einteiligen PC-Fonts in eine Resource- und eine Data-

fork, wie es das Macintosh-Betriebssystem verlangt.

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A

AFM-Datei: (AFM Abk. engl. für Adobe Font Metrics). Diese Dateien gehören

zum Lieferumfang von PostScript-Type-1-Schriften und verzeichnen neben

allgemeinen Informationen über eine Schrift auch die Laufweitenangaben zu

jedem Zeichen und die Unterschneidungsinformationen zu einzelnen Buch-

stabenkombinationen. Es handelt sich um einfache Textdateien, die sich mit

jedem Texteditor bearbeiten lassen. Leider verwendet praktisch kein

Anwenderprogramm die AFM-Dateien direkt. Auf dem Macintosh überneh-

men Softwares die Laufweiteninformationen aus den Screenfonts, PC und

Windows beziehen die Angaben aus den –> PFM-Dateien.

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A

AI-Dateien: ( AI Abk. engl. für Adobe Illustrator) entsprechen den DSC-Kon-

ventionen (Document Structuring Conventions) von Adobe und müssen

rigide Vorschriften als PostScript-Datei erfüllen. Insbesondere sind nur

deklarative Befehle zugelassen, Kontrolloperatoren wie „if“ oder „for“ also

nicht erlaubt. Das AI-Format existiert in drei Varianten, die den verschie-

denen Versionen von Adobe Illustrator entsprechen: 1.1, 88 und 3.0. Ab

Version 3.0 können AI-Files auch ein Bitmap-Preview enthalten; äußerlich

betrachtet sind sie damit einer -> EPS-Datei gleichwertig und deswegen in

der Handhabung identisch. Das AI-Format besitzt den Vorteil, daß die mei-

sten Grafikprogramme sie in editierbarer Form importieren können. Es ist

damit für den Austausch von Vektordaten prädestiniert.

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A

AIFF/AIFC: (Abk. engl. für audio interchange file format/audio interchange

file compressed). Hierbei handelt es sich um das auf Macintosh- und Unix-

Rechnern meistverbreitete Format für digitalisierte (gesampelte) Audio-

daten. Mittlerweile findet es auch im Windows-Bereich immer mehr Einsatz.

Das AIFF- beziehungsweise AIFC-Format verarbeitet verschiedene Sample-

tiefen und -raten sowie Mono- und Stereoklänge und bietet in der AIFC-Dar-

stellung eine verlustlose Datenkompression.

Akzidenzsatz: Satzarbeiten für kleinere Drucksachen wie Broschüren oder

Anzeigen, bei denen typografische Kreativität und Flexibilität wichtiger sind

als der Durchsatz (im Unterschied zum Mengensatz, etwa bei Büchern).

Akzidenzsetzer: Setzer, die gestalterische Aufgaben bei Gebrauchsdruck-

sachen übernahmen und umfassende typografische Kenntnisse benötigten.

Vorläufer des Type-directors und des Art-directors.

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A

Alphakanal: Von Bildbearbeitungsprogrammen angebotener Kanal, der für

das Maskieren von bestimmten Bildteilen vorgesehen ist und meist eine

Datentiefe von 8 Bit (entspricht 256 Farben) unterstützt.

Alt+0XXX-Kombinationen: Tastenkombinationen unter Windows, die die

Eingabe eines beliebigen Zeichens aus dem ANSI-Zeichensatz erlauben. XXX

steht für die Position des Zeichens innerhalb der ANSI-Tabelle. Mit Hilfe

dieser Technik kann der Anwender Zeichen eingeben, die über die normalen

Tasten nicht zugänglich sind.

Antialiasing: Rechnerisches Verfahren, um bei niedrigaufgelöster Bild-

schirmdarstellung von Grafikobjekten und Buchstaben unschöne, treppen-

artige Kanten zu „entschärfen“. Dies erfolgt durch das Errechnen von Farb-

verläufen zwischen der Objekt- und der Hintergrundfarbe. Dadurch verlieren

die Objekte allerdings auch ihre Randschärfe.

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A

Antiquaschriften: Schriften, die auf die römische Buchstabenschrift zurück-

gehen, also die heute allgemein gebräuchlichen Buchschriften mit geraden

Schäften, runden Verbindungsstrichen und isolierten Buchstaben.

AOCE: (Abk. engl. für Apple Open Collaboration Environment). System-

erweiterung für den Apple Macintosh (ab System 7.1). Sie regelt den

globalen Datenaustausch im Netzwerk und enthält Funktionen wie etwa

Verschlüsselung und elektronische Unterschrift, die über das normale

Publizieren und Abonnieren („Publish and Subscribe“) hinausgehen.

Apple Events: System zur einfachen Kommunikation zwischen Softwares.

Macintosh-Programme, die Events unterstützen, können damit Befehle in

anderen Applikationen auslösen. So weist beispielsweise die Textverarbei-

tung Word die Tabellenkalkulation Excel an, ein bestimmtes Dokument zu

öffnen.

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A

ARexx: Programmiersprache für Amiga-Computer, mit deren Hilfe sich bei-

spielsweise direkte Verbindungen zwischen unterschiedlichen Programmen

zum Datenaustausch realisieren lassen.

ASCII: (Abk. für engl. American Standard Code for Information Interchange).

Einfaches Format zum Speichern von Texten sowie Vorschrift für die Bele-

gung der Tastatur. ASCII nutzt sieben von acht möglichen Bits (das achte

dient der Paritätsüberprüfung), um das Alphabet und Sonderzeichen darzu-

stellen. So sind die Buchstaben und Zahlen den ersten 127 fest zugeordnet,

für ergänzte Ziffernkombinationen gibt es keine Standardisierung. Daher

enthält ein ASCII-Text, der zum Beispiel von einem DOS- zu einem

Macintosh-Computer übertragen wird, bis auf die deutschen Umlaute und

das ß übereinstimmende Zeichen, während die Zeichen der Zahlen ab 127

nicht standardisiert sind und infolgedessen häufig differieren.

ASIC: (Abk. engl. für application specific integrated circuit). Für bestimmte

Anwendungszwecke entwickelter Spezialchip.

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A

AT-Bus: AT leitet sich ab von Advanced Technology, einer Bezeichnung für

speziell ausgerüstete IBM-Rechner und Kompatible. Bus bezeichnet die

Zusammenfassung mehrerer Signalleitungen auf einer Sammelschiene für

den Anschluß verschiedener Funktionseinrichtungen. Der AT-Bus ist die

genormte Verbindungsstelle zur Datenübertragung von und zu AT-Compu-

tern.

ATM: (Abk. engl für das Programm Adobe Type Manager). Es rechnet Post-

Script-Schriften für die Darstellung auf dem Bildschirm oder für nicht Post-

Script-fähige Drucker um und ist für Windows- und Macintosh-Computer

verfügbar. Fast alle Layout- und Grafiksoftwares kooperieren mit diesem

zum Standard gewordenen Produkt. (siehe auch –> SuperATM).

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A

ATM: (Abk. engl. für Asynchronous Transfer Mode). Ein Übertragungsproto-

koll, mit dem eine fast unbegrenzte Zahl von Netzwerkteilnehmern digitale

Informationen über dasselbe breitbandige Kabel übertragen können. ATM

verpackt die Informationen in kleine Häppchen und versieht sie mit einer

Adresse, aus der hervorgeht, an welchen Teilnehmer sie gehen sollen.

Dessen Endgerät entnimmt sie dann dem Netz. 1991 einigte sich die Branche

auf ein Paket von 53 Byte Länge, wobei 5 Byte für Adresse und Steuerdaten

vorgesehen sind.

AtypI: (Abk. frz. für Association Typographique Internationale). Internatio-

nale Vereinigung von Schriftendesignern, -herstellern und Unternehmen der

grafischen Industrie, gegründet 1957 in Paris. Die ATypI hat sich den Schutz

von Originalschriften und die Pflege der Schriftkultur als Ziel gesetzt.

Ausschluß: Das Material des Bleisetzers, mit dem er die nichtdruckenden

Teile einer Zeile füllt, also Wortzwischenräume, Einzüge oder Absatzaus-

gänge.

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A

Autorensystem: Programm, mit dem man verschiedene Medien (Ton,

Sprache, Grafik, Text mit Animationen, digitalisierten Filmsequenzen) ver-

knüpft und Präsentationen erstellt, bei denen die späteren Benutzer inter-

aktiv eingreifen und den Ablauf bestimmen können.

Autostereogramm: Bild, das durch eine spezielle Blickweise (–> Schiel-

oder Paralleltechnik) dreidimensionale Wirkung entfaltet. Die Daten zweier

geringfügig unterschiedlicher Motive sind in einem einzigen zusammenge-

führt. Da jedes Auge eine andere Information erhält, entsteht ein räumlicher

Eindruck.

Autotrace-Tool: Dieses Werkzeug dient dazu, bei importierten monochro-

men Bitmaps die Umrisse bestimmter Teilbereiche automatisch nachzu-

zeichnen und damit zu vektorisieren.

Autotrace: Von einem Programm ausgeführtes Nachzeichnen einer Bildvor-

lage, wobei es sämtliche Linien und Flächen in –> Polygonzüge verwandelt.

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B

Batch-Scannen: Automatisches Scannen mehrerer Vorlagen hintereinander

entsprechend vorher getroffener Einstellungen.

Baud: Maßeinheit für die Übertragungsmenge von Impulsen über ein

Leitungssystem je Zeiteinheit. Ein Baud entspricht einem Schaltschritt oder

Signalwechsel pro Sekunde. In der Computertechnik gilt Baud als Maßein-

heit der Datenübertragungsrate; 1 Baud entspricht 1 Bit pro Sekunde (1

bps).

BB: (Abk. für Breitbahn). Papierformate mit dieser Angabe schneidet der

Hersteller so aus der Rolle, daß die längere („breitere“) Seite quer zur Lauf-

richtung der Papiermaschine liegt. Die Fasern verlaufen damit parallel zur

kürzeren Seite. Bedeutsam ist dies vor allem für die Laufeigenschaften in

einer Druckmaschine und für die Weiterverarbeitung. –> SB

Belichtung: Die Belichtung fotografischer Materialien bei der Satzherstel-

lung erfolgt entweder optomechanisch, als CRT- oder als Laserbelichtung.

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B

Belichtungstrommel: Die Belichtungstrommel eines Laserdruckers besitzt

eine Oberfläche, die durch Lichteinfluß ihre elektrische Ladung ändert. Die

Trommel wird zu Beginn des Druckvorgangs elektrisch geladen, der Laser-

strahl „schreibt“ das Punktemuster, aus dem Buchstaben und Grafiken

bestehen, auf die Trommel. Dort, wo der Strahl auftrifft, ändert sich der

elektrische Zustand, und an diesen Punkten bleibt der –> Toner haften.

Danach wird das Blatt Papier an der Trommel vorbeigeführt und erhält so

seine Beschriftung.

Benchmark-Test: Programm mit einer Sammlung von Computerroutinen,

deren Arbeitszeit die Software mißt. Der Test gibt Aufschluß über die

Arbeitsgeschwindigkeit des Rechners oder über dessen Zusatzelemente wie

Grafikkarten.

Bending: Ein Fehler der Drucker- oder Belichterausgabe, bei dem Streifen

im Druckbild auftreten.

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B

Benutzerprofil: Konzept für die Vergabe von Rechten in einem Netzwerk.

Für jeden Benutzer (definiert durch Name und Paßwort) legt es individuelle

Zugangsrechte für Ressourcen und Dateien fest.

Bézierkurven, Bézierpunkte: Dieses Verfahren zum Zeichnen von Kurven-

zügen und Flächen mit dem Computer basiert auf einem von dem französi-

schen Mathematiker Pierre Bézier entwickelten Algorithmus. Stützpunkte

(auch: Ankerpunkte) und Steuerpunkte werden durch (gedachte) Polygon-

seiten verbunden. An diese nähert sich eine darzustellende Kurve an. So

gibt die Polygonform näherungsweise die Form der Kurve wieder. Die

Steuerpunkte halten außerdem den Kurvenzug an seiner Bahn.

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B

Bildwiederholfrequenz: Auf Bildschirmen erscheint ein Bild nur Bruchteile

von Sekunden, weil die es erzeugenden Elektronenstrahlen oder Impulse

sehr kurzzeitig wirken. Deshalb wird es mit einer bestimmten Frequenz

wiederholt. Geschieht dies mehr als 70mal in einer Sekunde, was einer

Bildwiederholfrequenz von 70 Hertz entspricht, empfindet das menschliche

Auge die Darstellung als flimmerfreies, stehendes Bild. Um diese Wiederhol-

frequenz realisieren zu können, enthält die Grafikkarte des Rechners einen

entsprechenden Speicher, den man auch Videopuffer nennt.

Binärsystem: Aus einem Zeichenvorrat von zwei Zeichen aufgebauter Code.

Computer verwenden intern dieses System, das auf Basis der zwei Zahlen

Null und Eins arbeitet.

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B

BIOS: (Abk. engl. für Basic Input Output System). Grundprogramm des

Betriebssystems von PCs, das die Verbindung von Hard- und Software her-

stellt. Beim Start des PCs aktiviert es den Autotest, sucht im Diskettenlauf-

werk und auf der Festplatte nach den Programmen des Betriebssystems und

lädt sie in den Arbeitsspeicher.

Bit: (Abk. engl. für binary digit). Kleinste Informationseinheit innerhalb

eines Computers. Ein Bit entspricht entweder der Ziffer Null oder der Ziffer

Eins. Aus Kombinationen dieser zwei Zeichen lassen sich alle Ziffern, Buch-

staben und so weiter eines Computers erzeugen. –> Binärsystem

Bitmap: Mit Angabe der Bildpunkte gespeicherte Bilder. Im einfachsten Fall

sind sie als schwarze oder weiße Bildpunkte festgehalten, bei Graustufen

erhält jeder Punkt einen Grauwert, bei Farbbildern einen Farbwert. Die

Bitmap verzeichnet die Bildpunkte und deren Werte.

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B

Blitzer: Kleine weiße Stellen, die im Druck bei aneinandergrenzenden Farb-

flächen entstehen, wenn die Bögen ungenau montiert wurden. Zur Vermei-

dung von Blitzern arbeiten Reprobetriebe mit –> Überfüllung.

Blitzkante: Störender weißer Papierrand, der durch ungenaues Beschnei-

den und bei Passerdifferenzen (-> Blitzer) entsteht.

BMP: Abgeleitet vom Begriff Bitmap. BMP steht für das Windows-eigene

Bitmap-Bildformat und wird bei entsprechenden Dateien an deren Namen

angefügt.

Bogenmontage: Zusammenstellung der einzelnen Seitenfilme auf der

Grundfläche eines Druckbogens in dem Format, das die eingesetzte Druck-

maschine verarbeitet. Die Bogenmontage erfolgt gemäß einer komplizierten

Anordnung, die sich aus dem in der Weiterverarbeitung eingesetzten Falz-

schema ergibt.

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B

Bounding-Box: Imaginärer Rahmen zur Referenzierung von Bildern in

Seitenbeschreibungssprachen und Grafikprogrammen.

bps: (Abk. für Bits pro Sekunde). Maßeinheit für die Übertragungs-

geschwindigkeit von Daten und Nachrichten. Sie beträgt in den normalen

Postnetzen derzeit maximal 28 800 bps (Highspeed-Modem), während ein

ISDN-Basisanschluß 64 000 beziehungsweise 128 000 bps erreicht.

Bridge-Discs: CDs, die sich sowohl auf normalen CD-ROM-Laufwerken lesen

lassen, wie man sie im PC-Bereich findet, als auch auf den speziellen CD-I-

Laufwerken, die eher für die Unterhaltungselektronik entwickelt wurden.

Bridge: (engl. für Brücke) Einrichtung, welche die Übertragung von Nach-

richten zwischen zwei Netzen ermöglicht, die mit demselben Kommunika-

tionsprotokoll arbeiten.

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B

Browser: Software, die es gestattet, von an das Internet angeschlossenen

Servern Informationen abzurufen. Die Browser-Software muß jeweils für das

auf dem Server genutzte Datenformat geeignet sein. Bekannte Browser sind

Gopher, Mosaic oder Netscape.

Browsing: (engl. für schmökern, blättern). Grobrecherche. Das Durchsuchen

größerer Datenmengen, zum Beispiel in einer Datenbank, ohne auf Einzel-

heiten einzugehen.

Bump-Map: Viele 3-D-Programme besitzen eine sogenannte Bump-Map-

Funktion, mit dessen Hilfe der Anwender der Oberfläche eines Objekts eine

scheinbare Struktur verleiht. Für diesen Effekt simuliert die Software die

Helligkeitswerte des als Bump-Map verwendeten Bilds als unterschiedliche

Höhen. Der Unterschied zu einer echten Oberflächenstruktur wie beispiels-

weise in Pixar Typestry zeigt sich natürlich im Profil.

Bussystem: Übertragungsleitung innerhalb eines Rechners wie beispiels-

weise für den Macintosh der NuBus und für den PC ISA, EISA, VL, oder PCI.

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B

Byte: Acht Bit ergeben ein Byte. Daraus resultieren 256 Kombinationen

(01001100 steht für die Ziffer 76). Die ersten 127 Zeichen entsprechen dem

–> ASCII-Code.

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C

Cache-Speicher: Schneller Zwischenspeicher eines Computers, Belichters

oder Laserdruckers, in dem der Anwender häufig wiederkehrende Pro-

grammroutinen speichert, um nicht ständig auf die sehr langsame Festplatte

zurückgreifen zu müssen. Belichter oder Laserdrucker speichern hier

gerasterte Schriften.

CAD: (Abk. für engl. computer-aided design). Diese Technik ermöglicht es

Programmen, Konstruktionszeichnungen zu erstellen. Die Computergrafik

nutzt ähnliche Programme. Ein konstruiertes Bildelement, etwa ein Haus als

einfaches Gittermodell, versieht der Anwender in Renderingprogrammen mit

Oberflächen, –> Texturen.

Capitalis monumentalis: –> Römische Capitalis

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C

CCD: (Abk. für engl. charge coupled device, ladungsgekoppelter Speicher).

Spezielle elektronische Bausteine, insbesondere bei Scannern häufig ver-

wendet. Die als schmale Zeile nebeneinander angeordneten optoelektroni-

schen Sensoren tasten eine Vorlage Zeile für Zeile fotografisch ab und zer-

legen das aufgenommene Bild in Tausende winziger Bildpunkte.

CCITT: (Abk. für frz. Comité Consultatif International Télégraphique et Télé-

phonique). Dieser international beratende Ausschuß für den Fernmelde-

bereich beschließt Normen, etwa für die Datenübertragung, die in Europa

verbindlich sind.

CD-DA: (Abk. für engl. compact disc digital audio). Compact Disc für Audio-

daten, deren Speicherformate im sogenannten „Red Book“ definiert sind.

Sie verfügt über eine Speicherkapazität von 74 Minuten mal 60 Sekunden

mal 75 Sektoren à 2352 Bytes beziehungsweise über knapp 750 Megabyte.

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C

CD-E: (Abk. für engl. compact disc erasable). Eine wiederbeschreibbare CD

auf der Basis der –> Phase-Change-Technik (Phasen-Wechsel-Technik). Sie

eignet sich als Archivierungs- und Backup-Medium.

CD-I: (Abk. für engl. compact disc-interactive). Steht sowohl für ein speziel-

les Speicherformat (für Compact Disc), das Fernseher oder Computer

nutzen, als auch für eben diesem Format entsprechende Compact Discs.

CD-R: (Abk. für engl. compact disc recordable). Eine wiederbeschreibbare

CD, die mit normalen CD-Laufwerken gelesen und von speziellen Laufwer-

ken beschrieben („gebrannt“) werden kann. Beim Brennen einer CD-R ver-

ändert ein Schreiblaser eine auf einer goldenen Reflexionsschicht liegende

hauchdünne Schicht aus organischer Farbe (Cyanin, Pthalo-Cyanin) so, daß

Zonen entstehen, die den lesenden Laser vollständig oder diffus reflektieren

(was 0 oder 1 entspricht). Dadurch läßt sich eine CD-R wie eine normale CD-

ROM lesen.

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C

CD-ROM Mode 1: Das gebräuchlichste CD-ROM-Format mit Fehlerkorrektur

gemäß Mode 1, das die Basis für den ISO-9660-Standard bildet. Die Nutz-

daten eines Mode-1-Sektors betragen 2048 Bytes, die gesamte Speicherka-

pazität beträgt gut 650 Megabyte. Wer allerdings die zusätzliche Mode-1-

Fehlerkorrektur nicht benötigt, beispielsweise bei Video- oder Audiodaten,

schreibt die CD-ROM im Mode 2 und erhält auf diese Weise größere Sekto-

ren (2336 Bytes) und mehr Speicherkapazität (gut 740 Megabyte). Die CD-

ROM ist im sogenannten „Yellow Book“ technisch beschrieben.

CD-ROM XA: XA steht für Extended Architecture. Die 1991 festgelegte Norm

gilt als eigentlicher Multimedia-Standard, der es ermöglicht, Bild, Text, Ton,

und Programmcode quasi gleichzeitig zu nutzen. Diese erweiterte Architek-

tur der –> CD-ROM erlaubt unter anderem den interaktiven Zugriff auf die

Daten.

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C

CD-ROM: (Abk. für engl. compact disc-read only memory). Sowohl Speicher-

format für Compact Discs, die der Benutzer am Computer einsetzt, als auch

Bezeichnung für eben diesem Format entsprechende Compact Discs.

CDR-Format: Corel Draw!-eigenes Vektorformat.

Centronics: Genormte Schnittstelle, über die man einen Drucker per Kabel

am Computer anschließt. Die Datenübertragung erfolgt auf acht Leitungen

gleichzeitig, daher spricht man auch von einer parallelen Schnittstelle.

CGI: (Abk. für engl. Common Gateway Interface). Es dient zur Einbindung

von skriptgesteuerten Abläufen in eine HTML-Seite.

Chromakomponenten: Farbwerte eines digital gespeicherten Bilds.

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C

CIE: (Abk. für frz. Commission Internationale de l’Eclairage). Die internatio-

nale Beleuchtungskommission entwickelt seit den zwanziger Jahren Farb-

systeme und Farbmeßnormen. Unter anderem definierte sie die Farbräume

–> CIEXYZ, –> CIELAB und –> CIELUV (siehe auch PAGE 4/91, Seite 134

ff.).

CIELAB: (Auch CIE 1976 L*a*b). Ein 1976 definierter Farbraum zur Darstel-

lung von Farbe in einer dreidimensionalen Matrix, ähnlich CIELUV. Er er-

reicht durch Verwendung einer Adams-Nickerson-Kubikwurzel-Formel eine

empfindungsmäßig gleichabständige Farbdarstellung und eignet sich vor

allem für die Messung kleiner Farbabstände. L steht für Helligkeit, A für den

Rot-Grün-Wert, B für den Gelb-Blau-Wert.

CIELUV: (Auch CIE 1976 L*u*v*) Ein 1976 definierter Farbraum, der sich für

die Farbspezifikation in der additiven Farbmischung (zum Beispiel Farbfern-

sehen) oder bei zusammengesetzten Farben eignet. L steht für Helligkeit, U

für den Rot-Grün-Wert, V für den Gelb-Blau-Wert.

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C

CIEXYZ: Die –> CIE definierte diesen Farbraum 1931 als eine dreidimensio-

nale Darstellung aller wahrnehmbaren Farben. Die konstruktiven trichroma-

tischen Werte (xyz) lassen sich von Spektralkurven ableiten. Zwar entspricht

der y-Wert der Helligkeit, x und z weichen jedoch von den sonst üblichen

Angaben über Farbton und Sättigung ab.

CISC: (Abk. für engl. complex instruction set computer). Diese Prozessoren

steuert man mit zahlreichen komplexen Befehlen, von denen viele aber

wenig gebräuchlich sind. Daher muß man auch die oft benötigten Befehle

komplexer ausführen, und ihre Durchführung braucht mehr Rechenzeit. (–

> RISC)

Client-Server-Netzwerk: Netzwerk, bei dem die Daten, mit dem alle ange-

schlossenen Rechner arbeiten, auf einem zentralen Computer (meist ein

leistungsfähiger Unix) lagern und nur bei Bedarf an die Arbeitsplatzrechner

gehen.

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C

Client-Server: Ein Rechner (Server) stellt seine Ressourcen und speziellen

Fähigkeiten komplett den angeschlossenen Arbeitsstationen (Clients) zur

Verfügung.

Clip-art: Digital vorliegende Grafiken und Illustrationen, meist als umfang-

reiche Sammlungen auf Diskette oder CD-ROM erhältlich.

Clone, Cloning: Der Begriff Cloning stammt aus der Genforschung und meint

die Züchtung eines Organismus, ausgehend von einer kleinen Probe, die

einem bereits vorhandenen entnommen wurde und dessen Zellen genügend

Informationen über den Gesamtorganismus enthalten. Im Computerbereich

bezieht man Cloning auf das Weiterentwickeln vorhandener Dateien, etwa

eine Grafik mittels bestimmter Filter und anderer den Datenbestand

manipul i e r e n d e r F u n k t i o n e n . A u ß e r d e m s t e h t C l o n e f ü r

Rechnernachbauten, die auf derselben Hardware basieren und dieselbe

Software verarbeiten wie das Originalmodell.

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C

CMYK: (Abk. für die vier Druckfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz).

Aus den ersten drei Grundfarben lassen sich alle gewünschten Töne im sub-

traktiven Farbsystem erstellen. Aufgrund von Verunreinigungen innerhalb

der Farben entsteht aus dem Übereinanderdruck von Cyan, Magenta und

Gelb jedoch ein braun- oder grünstichiges, aber kein reines Schwarz. Bild-

elemente, die schwarz erscheinen sollen, bedruckt man deshalb zusätzlich

mit der vierten Druckfarbe.

Coated paper: (engl. für gestrichenes Papier). Ein Papier, das im qualitativ

hochwertigen Druck zum Einsatz kommt, da es durch die glatte Oberfläche

die Farbe nicht wie Löschpapier aufnimmt.

Color LUTs: (LUT Abk. engl. für lookup tables). Farbtabellen, die der Compu-

ter zur Berechnung von Bildern einsetzt. Bildverarbeitungsprogramme

nutzen sie zur Umrechnung von Bilddaten innerhalb verschiedener Farb-

systeme.

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C

Color Rendering Dictionary: Softwarebestandteil des Color Managements

von PostScript-Level-2-RIPs; entspricht dort den bei Apple als ColorSync

Destination Profile bezeichneten Filtern, die Farbdaten für Ausgabegeräte

farbmetrisch korrigieren.

Color Space Dictionary: Softwarebestandteil des Color-Managements von

PostScript-Level-2-RIPs; entspricht dort den bei Apple als ColorSync Source

Profile bezeichneten Filtern, die Eingabedaten von Scannern farbmetrisch

korrigieren.

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C

Color-Management-System (CMS): Software, die entweder auf Betriebs-

systemebene oder im Rahmen von Anwendungsprogrammen dafür sorgt,

daß die Ausgabe in möglichst hohem Maß der Bildschirmdarstellung und

der gescannten Vorlage entspricht. Ein CMS korrigiert die Farbverfälschun-

gen, indem es die Daten in einem geräteunabhängigen Farbraum definiert

und sie dann in den gerätespezifischen umrechnet. So kalibriert ein CMS

beliebige Publishingsysteme, das heißt, es stimmt Eingabe- und Ausgabe-

einheiten aufeinander ab.

ColorSense: –> Color-Management-System (CMS) von Kodak, das in das

Sun-Betriebssystem integriert ist.

ColorSync: –> Color-Management-System (CMS), das Apple in das Macin-

tosh-Betriebssystem integriert hat.

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C

COM: (Abk. für engl. communication port). Serielle Schnittstelle an PCs. In

der Regel besitzt ein PC mindestens zwei: COM1 und COM2. Die Beschrif-

tung am Rechner selbst fehlt meist. Auf der Hauptplatine befinden sich häu-

fig auch COM3 und COM4, bei denen der Anschluß allerdings schwieriger ist

als zu COM1 und COM2, bei denen ein entsprechender Stecker genügt.

Compact Disc: Spezialbeschichtete, 4,75 Zoll große Plastikscheibe, die im

optischen Verfahren und mit Lasern auslesbar digitale Signale speichert.

Die übliche Kapazität beträgt 650 Megabyte.

Composable Software: (Von engl. to compose, dt. = zusammensetzen).

Software, die sich aus einzelnen Modulen zusammenstellen läßt.

Composing: Begriff aus der Bildverarbeitung, Collage aus mehreren Bildern.

Häufig ist die Vielzahl der verwendeten Elemente nicht mehr zu erkennen,

da der Gestalter sorgfältig auf Schattenwurf, Lichtreflexe und ähnliches

achtet .

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C

Computer-to-plate (CTP): Die Belichtung der Daten aus dem Computer er-

folgt direkt (ohne Umweg über Filme) auf die Druckplatte. Dies übernehmen

speziell dafür geeignete Belichter und Druckplatten.

CPSI (Abk. für engl. Configurable PostScript-Software-Interpreter). Post-

Script-RIP auf Softwarebasis, den die PostScript-Erfinderin Adobe Systems

als OEM-Produkt für Soft- und Hardwarehersteller anbietet. Läßt sich modu-

lar auf unterschiedliche Rechnerplattformen (Apple Macintosh, Sun Sparc)

anpassen.

CPU: (Abk. für engl. Central Processing Unit, dt. = Zentrale Recheneinheit).

Hauptprozessor und damit Herz eines (Personal) Computers.

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C

CristalRaster: Von Dieter Maetz von der Unternehmensgruppe Vignold

entwickeltes Rasterverfahren, das mit –> frequenzmodulierten Rastern

arbeitet. Es erreicht Halbtonwerte durch die zufallsgesteuerte Verteilung

von Bildpunkten, ähnlich dem -> Dithering und Error-Diffusion-Verfahren,

die in Laserdruckern zum Einsatz kommen. Lizenzträger Agfa bietet Cristal-

Raster auch in PostScript-RIPs an.

CRT (Abk. für engl. cathode ray tube dt. = Kathodenstrahlröhre). Bild-

schirmröhre, aber auch (inzwischen überholte) Belichtertechnologie im

Fotosatz.

Cyberspace: Im Computer simulierte Wirklichkeit. Der Begriff geht zurück

auf den amerikanischen Science-fiction-Autor Robert Wilson, der ihn in

seinem Roman Neuromancer verwendete.

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D

Datenkompression: Reduktion des Datenumfangs mit Hilfe spezieller

mathematischer Verfahren, die es ermöglichen, die Information so zu codie-

ren, daß bei wesentlich geringerem Speicherbedarf immer noch alle Daten

vorliegen. Um ihre ursprüngliche Form wiederherzustellen, müssen sie

dekomprimiert werden.

DCI: (Abk. für engl. Display Control Interface). Neue von Intel und Microsoft

entwickelte Schnittstelle, die für die schnellere Übertragung von Daten

zwischen Grafik- und Videokarte sorgt.

DCS-Format: (Abk. für engl. Desktop Color Separation). Vorseparierte

Halbtonbilder zur Plazierung in Layoutprogrammen. Das Format besteht aus

fünf Dateien, je eine pro Grundfarbe plus ein Preview-File.

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D

DCT: (Abk. für Diskrete Cosinus-Transformation). In modernen Kompres-

sionsverfahren häufig eingesetzte Methode. Sie geht auf die Erkenntnis des

französischen Mathematikers Jean Baptiste Joseph Fourier (1768 bis 1830)

zurück, daß jede Frequenz durch die Summe von Sinuskurven unterschied-

licher Frequenzen darstellbar ist, die ein ganzzahliges Vielfaches einer

Grundfrequenz bilden.

DDAP: (Abk. für engl. Digital Distribution of Advertising for Publishing).

Amerikanische Zweckgemeinschaft von großen Servicebetrieben, Werbe-

agenturen und Druckereien, die sich um standardisierte Datenformate

bemühen, die den digitalen Dokumentenaustausch vereinfachen. Ein Ziel ist

beispielsweise die Veröffentlichung des internen Dateiformats von Quark

XPress.

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D

DDE: (Abk. für engl. Dynamic Data Exchange). Eine Funktion von Microsoft

Windows, die eine automatische Aktualisierung von plazierten Objekten

ermöglicht, wenn diese im Programm, das sie erzeugte, modifiziert werden.

DDE ist eine Vorstufe von OLE.

Deinking: Um Recyclingpapiere wieder aufzuhellen, muß man aus den ein-

gesetzten Altpapieren die Druckfarben chemisch entfernen. Man löst sie mit

Hilfe von Seifenlaugen und Druckluft und schöpft sie ab. Den Faserbrei aus

Altpapier kann man zusätzlich bleichen – meist ohne den Einsatz von

Elementarchlor. Der Abfall aus Füllstoffen, Streichmitteln und Druckfarben

muß umweltgerecht entsorgt werden.

Densitometer: Gerät zum Messen der Schwärzungen fotografischer Schich-

ten bei der Qualitätskontrolle und Belichterkalibrierung sowie zum Erfassen

des Dichteumfangs fotografischer Vorlagen.

Designgröße: Optimale Punktgröße einer Schrift, für die sie gestaltet ist

und die ihre optischen Gesetzmäßigkeiten berücksichtigt.

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D

Diamond Screening: Rasterverfahren der Firma Linotype-Hell in PostScript-

RIPs, das eine bessere Halbtonwiedergabe im Vierfarbdruck erreicht und

ähnlich funktioniert wie die –> frequenzmodulierte Rasterung.

Dickte: Raum, den ein Buchstabe zwischen seinen Nachbarn beansprucht,

einschließlich des äußeren Leerraums.

Dicktengleiche Ziffern: Auch Tabellenziffern. Ziffern mit identischer Breite,

eine 1 nimmt also genausoviel Raum ein wie eine 8.

Digital Proof: Der Proof ist eine Art Andruck, der mit gängigen PC-Farb-

druckern (Thermotransfer-, Thermosublimations- oder Tintenstrahlducker)

ein Vorprodukt erzeugt, das dem späteren Druckergebnis möglichst nahe-

kommt. Es entsteht direkt auf Grundlage der Bilddaten, ohne vorherige

Belichtung von Filmen. Im Gegensatz dazu benötigen fotografische

Andrucke, wie das Cromalin-Verfahren Matchprint von 3M, und klassische

Andrucke auf Druckmaschinen weiterhin Filme.

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D

Digitale Filter: Eine Art Makro für Bildbearbeitungsprogramme wie

Photoshop und ColorStudio, das Bilddaten automatisch mit bestimmten

Effekten versieht.

Digitalisieren: Das Umwandeln analog vorliegender Informationen (Bilder,

Grafiken, Töne)

in für den Computer verständliche, digitale Informationen in

Form von Nullen und Einsen, genauer: unterschiedlichen, exakt definierten

Kleinspannungen in Halbleitern.

Dip-Schalter: (Dip Abk. für engl. dual in line package). Bezeichnet Hard-

warekonstruktionen, bei denen die Codierung für die Verbindung mit ande-

ren Geräten durch einen häufig von außerhalb des zugehörigen Geräts

zugänglichen Schalter verändert werden kann.

Direct Color Print: Die digitalen Farbdruckmaschinen von Agfa und Xeikon

arbeiten nach diesem Prinzip. Im Unterschied zum –> CTP- und –> Direct-

Imaging-Verfahren geben sie die Daten nach der Überspielung innerhalb

weniger Sekunden als Druck aus.

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D

Direct Imaging (DI): Die Heidelberger Farbdruckmaschine GTO-DI verwen-

det diese Technik. Eigentlich handelt es sich um ein –> Computer-to-plate-

Verfahren, da die Maschine Spezialplatten belichtet, ohne daß ein weiterer

Entwicklungsprozeß erforderlich wäre. Nach wie vor sind im Direct Imaging

Druckplatten im Einsatz.

Display PostScript: Weiterentwicklung der Seitenbeschreibungssprache

PostScript, um die Darstellung von Grafiken und Schrift am Computermoni-

tor zu verbessern und mit dem späteren Druckbild in Übereinstimmung zu

bringen. Display PostScript ist im NeXT-Betriebssystem implementiert.

Displayschriften: Für den Titelsatz (16 bis 36 Punkt) optimierte Zeichen-

sätze. Sie unterscheiden sich von Textschriften vor allem in der Zurichtung,

nicht aber im Buchstabenbild. Es handelt sich also nicht um neue Fonts.

Distributed Computing: Anwendungen oder Betriebssysteme, die nach dem

Client-Server-Prinzip arbeiten, also nicht alle Aufgaben nur lokal auf einer

Maschine erledigen, sondern sie auch an andere delegieren.

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D

Distributed Networks: Verteilte Netzwerke, die über eine Vielzahl von

geographisch voneinander getrennten Rechnern und über verschiedene –>

Gateways und Datenkommunikationswege wie ein großes Netzwerk funk-

tionieren.

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D

Dithering: Simulation zusätzlicher Farben und Graustufen durch das Ver-

wenden von Punktmustern (Rastern). Mit Hilfe des Ditherings erreicht man

eine effektiv höhere Farb- und Graustufenanzahl, als das Ausgabegerät

eigentlich wiedergeben kann. Wie bei Halbtonbildern kommen Punktmuster

zum Einsatz. Allerdings sind die Punkte beim Dithering gleich groß, während

sie bei Halbtonbildern differieren dürfen. Das Verfahren macht sich eine

Eigenheit des menschlichen Auges zunutze: Dieses nimmt ab einem gewis-

sen Abstand bestimmte Farbzusammensetzungen nicht mehr als einzelne

Farben, sondern als Zwischenfarben wahr. Dies ist auch bei der ausschließ-

lichen Verwendung von Schwarz und Weiß der Fall. Die einzelnen Farben

verschmelzen zu verschiedenen Graustufen. Damit keine unerwünschten

Muster entstehen, sorgt ein Algorithmus dafür, daß die Punkte nach dem

Zufallsprinzip gestreut werden. Die Anzahl der Graustufen errechnet sich

jeweils aus der Anzahl der Punkte plus eins. Faßt man zum Beispiel bei der

Druckausgabe zwei mal zwei Punkte zu einer Einheit zusammen, lassen sich

insgesamt fünf Graustufen erzeugen. Eine Matrix aus 3 mal 3 Punkten ergibt

10 Graustufen. Ein Nachteil des Ditherings besteht darin, daß es die Auflö-

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D

sung verringert. Bei einem Laserdrucker mit 300 dpi beträgt die reale

Auflösung bei einer 2-mal-2-Matrix nur noch 75 dpi (300 durch 4). Nach

demselben Prinzip lassen sich Zwischenfarben auch bei Farbdruckern

erzeugen.

Divis: Teilungsstrich. Fachsprachliche Bezeichnung für den zu den Inter-

punktionen gehörenden Bindestrich.

DLL-Datei: (DLL Abk. für engl. dynamic link library). Windows-Datei mit Pro-

grammroutinen, auf die Softwares zurückgreifen können. Spart Speicher-

platz, da mehrere Programme diese Dateien nutzen und die Routinen nicht

selbst besitzen müssen.

Domain: Zusammenfassung mehrerer Clients und Server in einem logischen

Netzwerk zu einer Sicherheitsgemeinschaft. Ein Server verwaltet sämtliche

zugangs- und sicherheitsrelevanten Daten zentral und bearbeitet die damit

in Zusammenhang stehenden Anfragen im Netz.

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D

DPCM: (Abk. für engl. Differential Pulse Code Modulation). Ein sehr häufig

beim digitalen Audio und Video eingesetztes Kompressionsverfahren. Es

macht sich zunutze, daß die Werte benachbarter Bitgruppen zumeist nicht

sehr stark differieren. Deshalb speichert oder überträgt es nur die Abwei-

chung gegenüber einem Referenzwert. Diese Methode beansprucht wesent-

lich weniger Bits, als jedesmal ein volles Bild zu speichern.

dpi: (Abk. für engl. dots per inch, dt. = Punkte pro Zoll) Maßeinheit für die

Auflösung eines Druckers oder Monitors. Je höher der Wert, desto feiner

sind Buchstaben und Grafiken gezeichnet. Monitore arbeiten häufig mit 72

dpi, Laserdrucker in der Regel mit 300 dpi, und die Laserbelichter für die

Erstellung von Offsetfilmen erreichen 2450 dpi beziehungsweise höhere

Werte.

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D

Druckbogen: Die fertig montierten Filme auf einem Bogen in der Größe der

Druckplatten der eingesetzten Druckmaschine. Der Druckbogen ist das

Endprodukt der Seitenmontage. Eine Kopie des gesamten Druckbogens

dient als Grundlage für die Bogenabnahme, die letzte Prüfung, bevor eine

Auflage gedruckt wird.

Druckempfindliches Grafiktablett: Eingabegerät eines Computers. Auf die-

sem Tablett kann der Anwender mit Hilfe eines Stifts wie auf einem Blatt

Papier zeichnen. Inzwischen gibt es Geräte, die dabei die Druckstärke mes-

sen und an den Rechner weitergeben. Entsprechende Programme interpre-

tieren diese zusätzlichen Daten auf Wunsch als unterschiedliche Strich-

stärken.

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D

Druckformatvorlage: Viele Textverarbeitungen und Layoutprogramme kön-

nen Absatzeigenschaften wie Schrift, Ausrichtung, Auszeichnung, Schrift-

größe und ähnliches in einem Sammelbefehl speichern. Per Knopfdruck

ordnet der Anwender diese Werte den gewünschten Textabschnitten zu.

Diese Technik bringt einen Effektivitätsgewinn im Vergleich zu Programmen,

in denen sich alle Absatzparameter nur einzeln einstellen lassen.

Druckstock: Druckplatte im Hochdruckverfahren.

DSP-Chip: (DSP Abk. für engl. digital signal processor). Spezieller, mit

eigenem Arbeitsspeicher ausgestatteter Computerchip zum Digitalisieren

von Audiosignalen (Ton, Sprache und Musik) sowie zur Weiterver- und

-bearbeitung digitaler Audiodateien.

DTR: (Abk. für engl. Desktop Reproduktion). Analog zum DTP (Desktop

Publishing) umfaßt Desktop Reproduktion die Bildreproduktion auf dem

Schreibtisch.

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D

Durchschuß: Dieser Begriff aus der Bleisatzzeit benennt den Zwischenraum

zwischen zwei Zeilen.

DXF: Im CAD gebräuchliches Datenfomat, entwickelt von der Firma Autodesk

für den Austausch von Polygonflächen- und -liniendaten (zwei- und drei-

dimensional) mit x- und y- beziehungsweise z-Koordinaten ohne Modell-

hierarchien und ohne Materialeigenschaften.

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E

E-mail: Elektronische Post für jede Art von Informationsaustausch von

Bildern, Texten und anderen digitalen Daten über weltweite Netzwerke. Die

E-mail-Adresse für die PAGE geben von Internet aus normalerweise folgende

E i n t r ä g e a n : „ P A G E . H A M B U R G @ A P P L E L I N K . C O M “ o d e r

„71333.2071@COMPUSERVE.COM“.

EBV: (Abk. für elektronische Bildverarbeitung). Die Hersteller großer bild-

verarbeitender Systeme wie etwa Hell nutzten als erste das Kürzel EBV.

Editor: Programm mit relativ einfachen Funktionen zur Bearbeitung von

Texten auf dem Computer.

Edutainment: Ein Neologismus aus der Multimedia-Welt. Als Mischung aus

Education und Entertainment bezeichnet er ein Konzept der Bildung als

Unterhaltung im Sinne von spielerischem Lernen mit interaktiven Lernpro-

grammen.

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E

EEPROM: (Abk. für engl. electrically erasable programmable read only

memory). Elektronisch löschbarer, programmierbarer Festspeicher.

EFF: (Abk. für engl. Electronic Frontier Foundation). Amerikanische Bürger-

rechtsorganisation, die sich für den Schutz der Privatsphäre in elektroni-

schen Medien einsetzt. Die Bürgerrechtler sind der Meinung, daß alle

Verschlüsselungstechniken einer öffentlichen Kontrolle unterliegen sollten

und nicht der von staatlichen Institutionen.

Efi Color: –> Color-Management-System (CMS) der Firma Electronics for

Imaging (Efi) für Macintosh und Windows.

EGA: (Abk. für engl. Enhanced Graphics Adapter). Mittlerweile veralteter

Standard für Grafik-Erweiterungskarten zum Einsetzen in (DOS-kompatible)

PCs. Inzwischen gelten leistungsstärkere VGA-Karten als PC-Standard.

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E

EGS: (Abk. für engl. Enhanced Graphics System). Das EGS stellt Amiga-

Anwendern, deren grafische Bedienungsoberfläche „Intuition“ auf eine

Farbtiefe von 8 Bit beschränkt ist, ein 24-Bit-Fenstersystem zur Verfügung.

EGS bietet eine automatische Farbtiefenanpassung und erlaubt es, mehrere

Grafikkarten in einem Amiga als Mehrmonitorlösung zu konfigurieren. Der

Hersteller Viona hat das System für verschiedene Vertreiber von Grafikkar-

ten lizenziert. Es ist nur im Paket mit einer Grafikkarte erhältlich und setzt

sich langsam als De-facto-Standard durch.

Egyptienneschriften: Schriften mit sehr ausgeprägten Serifen wie etwa die

American Typewriter. Dieser Schriftstil, der sich aus den Antiquaschriften

entwickelte, entstand im 19. Jahrhundert unter dem Einfluß orientalischer

Kunstströmungen. Die -> Serifen der Egyptienne weisen dieselbe Strich-

stärke wie die Grundstriche auf.

Electronic Mail: -> E-mail

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E

Emulation: Ein Verfahren, das es ermöglicht, mit Hilfe von zwischengeschal-

teten Programmen auf einem Rechner ein anderes als das für ihn konzipier-

te Betriebssystem zu nutzen. Eine Emulation ist zum Beispiel Soft PC, die es

erlaubt, DOS-Programme auf einem Macintosh zu verwenden. Meist geht

durch den Einsatz von Emulationen Rechenleistung verloren.

Environment-Map: Die sogenannte Environment-Map-Funktion in vielen 3-

D-Programmen verleiht glänzenden Objekten den Eindruck, die Umgebung

würde sich in ihnen spiegeln. Die Reflexion ändert sich entsprechend den

Bewegungen des Objekts. Normalerweise finden eindimensionale Environ-

ment-Maps Verwendung, wobei der räumliche Eindruck bei animierten

Objekten optisch nicht korrekt erfolgt. Bessere Ergebnisse lassen sich mit

zweidimensionalen Environment-Maps erzielen.

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E

EPA EnergyStar Agreement: (EPA Abk. für engl. Environmental Protection

Agency). Eine Regelung der US-amerikanischen EPA. Sie widmet sich dem

Energiebedarf von Computern, Monitoren und Druckern. Diese Geräte dür-

fen im Stand-by-Modus maximal 30 Watt verbrauchen, um eine seit dem 17.

Juni 1993 verfügbare und bisher zumindest in den USA sehr werbewirksame

Plakette zu erhalten.

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E

EPS-Datei (EPS Abk. für engl Encapsulated PostScript dt. etwa: eingeklam-

mertes PostScript) Bei EPS-Dateien wird der PostScript-Datenbestand nach

einem festgelegten Schema durch übergreifende Dateiinformationen im

„Kopf“ (Header) ergänzt. Man unterscheidet zwischen binär codierten, also

im binären Code gespeicherten EPS-Dateien (EPS binary) und den ASCII-

Konventionen folgenden EPS-ASCII-Dateien. Außerdem gibt es das Encapsu-

lated PostScript Format, EPSF. So gespeicherte Dateien lassen sich nicht

mehr verändern, sondern nur belichten oder komplett in Programmen pla-

zieren. Die PostScript-Beschreibung einzelner Seiten entspricht den Docu-

ment Structuring Conventions (DSC) von Adobe. Diese DSC legen eine

geräte- und seitenunabhängige Struktur für ein PostScript-Programm fest

und schreiben sogenannte DSC-Kommentare vor, die anderen Applikationen

die Handhabung erleichtern. EPS-Dateien können zudem ein Bitmap-Pre-

view enthalten, das für die Anzeige am Bildschirm oder bei der Ausgabe auf

Nicht-PostScript-Druckern Verwendung findet. Je nach Plattform weist

dieses Preview ein anderes Format auf – was den Datenaustausch

erschwert: Unter Windows ist es eine TIFF- oder Windows-Metafile(WMF)-

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E

Datei, auf dem Macintosh kommt ein PICT-File zum Einsatz. Im allgemeinen

lassen sich EPS-Files nicht direkt ausgeben, sondern sind für die Plazierung

in einem anderen Dokument vorgesehen. Die meisten Grafik- und Layout-

programme – zum Teil auch Textverarbeitungen – können sie importieren,

meist sind aber die einzelnen Elemente nicht mehr editierbar.

Exabyte: Datenmedium, das sich aufgrund seiner hohen Speicherrate in der

elektronischen Bildverarbeitung durchgesetzt hat. Es arbeitet mit magneti-

schem Bandmaterial in Casetten und ist relativ langsam.

Extrudieren: Diese Programmfunktion von 3D-Programmen errechnet aus

zweidimensionalen Zeichnungen dreidimensionale Modelle. Eine Software

erzeugt beispielsweise aus einem Kreis einen Zylinder, indem sie senkrecht

zur Ebene des Kreises den Körper in die Tiefe ausdehnt.

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E

Eyephones: Spezielle Brillen mit zwei kleinen Monitoren. Sie werden an

einen Computer angeschlossen, der mit einer speziellen Software Com-

putergrafiken auf die Monitore projiziert, die mit entsprechend versetzten

Perspektiven dem Betrachter ein räumliches Bild simulieren, den –>

Cyberspace.

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F

Faksimileausgabe: Unveränderte Nachdrucke, bei denen die Druckvorlagen

vom Original reproduziert werden.

Farbauszüge: Spezielle Filme, die man bei der Arbeit mit Schmuckfarben für

jede gedruckte Farbe erzeugt. Jeder Film enthält nur die Bereiche der Abbil-

dungen, die der Anwender in der jeweiligen Farbe drucken will.

Farbkalibrierung: Zur korrekten Reproduktion von Bildern im Druck sollten

alle verwendeten Geräte wie Farbbildschirm und Grafikkarte, Farbdrucker

und Belichter aufeinander abgestimmt sein, so daß diese numerisch festge-

legte Werte für Cyan, Magenta, Gelb und den Schwarzanteil überein-

stimmend darstellen. Diese komplizierte Abstimmung bezeichnet man als

Kalibrierung.

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F

Farbmanagement: Allgemeine Bezeichnung für Systeme verschiedener

Hersteller zur -> Farbkalibrierung von allen an der Farbbildverarbeitung

beteiligten Komponenten wie Scannern, Monitoren und Farbdruckern. Das

Farbmanagement-System übersetzt die Daten eines Scanners in einen

Standardfarbraum. Für die Ausgabe auf einem Drucker rechnet der PC das

Bild wieder für das jeweilige Gerät, die Eigenschaften seiner Farbfolien und

so weiter um. (siehe auch -> Color-Management)

Farbmanagementsystem (FMS): –> Color-Management-System (CMS)

Farbmetrik: Die mathematisch möglichst exakte Vermessung von Farben

und ihre Spezifizierung nach bestimmten Farbklassifizierungssystemen

(Farbräumen) sowie die mathematischen Verfahren, mit diesen Daten

umzugehen.

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F

Farbprofil: Alle Geräte, die Farbe verarbeiten, verfälschen diese auch in

gewissem Maß. Jeder Scanner, Monitor oder Drucker hat seine eigene Farb-

charakteristik, denn verschiedene Gerätetypen und Baureihen unterschei-

den sich. Außerdem kommen individuelle Abweichungen von Gerät zu Gerät

hinzu, die sich im Lauf der Zeit weiter ändern. Farbprofile dienen dazu, die

Farbeigenschaften eines Geräts zu beschreiben. Entweder liefert der Her-

steller ein solches Profil, oder der Anwender generiert mit Hilfe entspre-

chender Tools individuelle Profile für seine Geräte. Aufgrund dieser Farb-

profile kann das Color-Management-System die einzelnen Komponenten

aufeinander abstimmen.

Farbseparation: Zerlegung der Farbinformation einer Vorlage in je einen

Druck beziehungsweise Druckfilm pro verwendeter Farbe. Im Vierfarbdruck

zum Beispiel Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz, im Siebenfarbendruck

zusätzlich in Rot, Grün und Blau, außerdem können noch extra Farbauszüge

für Schmuckfarben generiert werden.

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F

Farbtiefe: Bei der Farbdarstellung am Computer die Anzahl der Speicher-

Bits, die eine Grafikkarte oder ein Grafikkontroller pro Bildpunkt einer Farbe

für die Klassifizierung des Farbwerts in jeweils Rot, Grün und Blau zur Ver-

fügung stehen. Mit 8 Bit lassen sich beispielsweise 256 Farbnuancen für

jede der drei Grundfarben unterscheiden, aus denen sich 16,7 Millionen von

Farbnuancen mischen lassen.

Farbtransformation: Mathematische Verfahren, die Farbdaten aus einer

dreidimensionalen Darstellung in eine andere umrechnen. Wichtig bei Color-

Management-Systemen (–> CMS).

FDDI-Netzwerk: (FDDI Abk. für engl. Fiber Distributed Data Interface). Netz-

werk auf Glasfaserbasis, das mit 100 Megabits pro Sekunde zirka zehnmal

mehr Bandbreite als EtherNet erreicht. Die elektrischen Impulse werden mit

LEDs in Lichtsignale umgewandelt und mit Hilfe von Fotozellen in elektroni-

sche Signale zurückübersetzt. Der Zugriff erfolgt über das von IBM ent-

wickelte Protokoll TokenPass.

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F

Filter: Bildverarbeitungsprogramme nutzen Filter für die unterschiedlichsten

Funktionen. Den Begriff Filter übernahmen die Hersteller von analogen

Systemen wie normalen Kameras, da ähnlich wie bei diesen Geräten auch

die Bildverarbeitungssoftwares Weichzeichner oder andere Effektfilter ein-

setzen können. Viele Filter dienen der Optimierung des Scans für die

anschließende Belichtung.

FITS: (Abk. für engl. Functional Interpolating Transformation System). Ver-

fahren, um von einem hochaufgelösten Bild ein mathematisches Abbild zu

errechnen. Diese Abbilder beanspruchen erheblich weniger Arbeitsspeicher

und sind daher leichter auf PCs zu bearbeiten. Anschließend werden die als

Befehle gespeicherten Modifikationen auf den Feindatenbestand der Bilder

automatisch umgerechnet. Das erste Programm, das diese Technik einsetzt,

ist die Bildverarbeitung Live Picture.

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F

Flag: Ein Begriff aus der Mikroprozessortechnik beziehungsweise aus dem

Bereich der systemnahen Programmierung. Flag ist eine Art zwingendes

Warnsignal, das in eine Software eingebaut wird, um bei Auftreffen des Pro-

grammablaufs auf das Flag einen bestimmten Vorgang auszulösen.

Fliegende Akzente: Akzente, die sich oberhalb oder unterhalb von Buchsta-

ben befinden und sich separat vom Buchstaben verwenden lassen – im

Gegensatz zu den Akzenten, die fest mit ihm verbunden sind.

Font: Eine Schriftart, aber auch der komplette Zeichensatz (Buchstaben,

Ziffern, Symbole, Akzente und Satzzeichen) einer Schrift in einer Größe.

Fortdruckmaschine: Druckmaschine, die im Gegensatz zur Andruck-

maschine den eigentlichen Druck einer Auflage von Drucksachen über-

nimmt.

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F

FPU: (Abk. für engl. floating point unit). Zusatzprozessor oder Teil der CPU

(Abk. für engl. central processing unit, dt. = Hauptprozessor), der für die

Berechnung von Fließkommaoperationen zuständig ist. Dies dient der

Entlastung des Hauptprozessors ebenso wie die –> MMU.

Fraktale Kompression: Ursprünglich von den amerikanischen Mathematik-

professoren Michael F. Barnsley und Alan D. Sloan entwickeltes Verfahren,

das Bilder mit Formen der fraktalen Geometrie beschreibt und dadurch die

Datenmenge enorm reduziert. Basis der zukünftig wohl wichtigsten Kom-

pressionsverfahren.

Frakturschrift: Der Name stammt von den gebrochenen Linienzügen der

Breitfeder, mit der diese Schrift im Mittelalter zunächst als Schreibschrift

erzeugt wurde.

Framegrabber: –> Videodigitizer

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F

Frequenzmodulierte Raster: Rasterverfahren (korrekter: Bildaufbauverfah-

ren) für den Vierfarb- und den Schwarzweißdruck, das nicht mit Punktgrö-

ßen und mit Rasterwinkeln arbeitet, sondern mit der Streuung und Dichte

von Rasterpunkten (-> Dithering). Daraus resultiert eine wesentlich feinere

Halbtonwiedergabe.

Frontispiz: Die Rückseite des Schmutztitels, in alten Büchern oft mit einem

Bild des Verfassers.

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G

Gadgets: Befehlsknopf in der Menüsteuerung eines Amiga-Computers.

Gasse: Auch Gießbach oder Rinnsal. Setzerausdruck für vertikal verlaufende

Weißräume („Löcher“) im Satz, die durch das zufällige Übereinanderstehen

von Wortzwischenräumen zustande kommen.

Gateway: Übergang von einem digitalen Netzwerk zu einem anderen. Am

Gateway werden die Nachrichten und Daten so umcodiert, daß sie auch in

einem anderen Netzwerk korrekt an ihr angegebenes Ziel gelangen. Bei-

spiel: der Versand einer Nachricht von CompuServe zu AppleLink. Beide

Systeme sind über ein Gateway mit Internet verbunden. Entsprechend

gelangen Nachrichten zweimal über Gateways in andere elektronische Post-

systeme.

GCR: (Abk. für engl. Grey Colour Removal) Dieses Verfahren reduziert bei

allen Farben eines Bilds die Cyan-, Magenta- und Gelbanteile. Der notwen-

dige Grauwert des Farbtons wird durch Schwarz erzeugt, die Farbigkeit ent-

steht danach durch die drei Grundfarben.

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G

GEM: Grafische Benutzeroberfläche von Digital Research, die seit einiger

Zeit nicht mehr produziert wird. Dennoch gibt es auf dem Markt immer noch

verschiedene Produkte, die mit den Dateiformaten dieses Systems operie-

ren.

Gemeine: Kleinbuchstaben einer Schrift.

GEN: (Abk. für engl. Global European Network). Bereits existierendes, breit-

bandiges Netzwerk, das mehrere europäische Länder verbindet. Es wird die

Basis für zukünftige breitbandige Netzwerke bilden.

Generationsverlust: Beim Schnitt oder der Vervielfältigung von Videobän-

dern entstehen pro Kopie (Generation) durch das analoge Verfahren Quali-

tätsverluste.

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G

Genlock-Interface: Die Genlocking-Technik ist vom Fernsehen her bekannt.

Das Interface dient dem Mischen eines von einer Fernsehkamera aufge-

nommenen Bilds mit einer Computergrafik. Dazu muß es beide Bildsignale

synchronisieren.

Genlock: Die Technik des Genlocking ist vom Fernsehen her bekannt: das

Mischen eines von einer Fernsehkamera aufgenommenen Bilds mit einer

Computergrafik.

Geviert: Im Satz ein fester Zwischenraum auf der Basis eines Quadrats, des-

sen Seitenlänge der Kegelhöhe der laufenden Schrift entspricht. Das Geviert

(auch Halb- und Viertelgeviert) ist schriftabhängig. Man verwendet es zur

Absatzmarkierung und zum Hervorheben einzelner Wörter.

Gigabyte: Maßeinheit für Datenkapazität. Ein Byte besteht aus acht Bit. Ein

Byte enthält beispielsweise die Codierung für einen Buchstaben. Ein Giga-

byte enthält 1 Milliarde Bytes, kann also 1 Milliarde Buchstaben speichern.

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G

Gotische Buchschrift: Mittelalterliche, schmalfette gebrochene Schreib-

schrift, die Johannes Gutenberg später für den Druck der Gutenberg-Bibel

verwendete.

GPIB: (Abk. für engl. General Purpose Interface Bus). Vom IEEE (Abk. für

engl. Institute of Electrical and Electronical Engineers) genormte Schnitt-

stelle zur Datenübertragung vom Computer zu einem Peripheriegerät wie

etwa einem Drucker. Da IBM-kompatible PCs und Macintosh-Rechner nicht

über diese Schnittstelle verfügen, gibt es entsprechende Zusatzkarten.

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G

GPS: (Abkürzung für engl. Global Positioning System). Das von der ameri-

kanische Luftwaffe entwickelte Satellitenortungssystem besteht aus mehre-

ren Satelliten, die gleichmäßig um die Erde verteilt sind, so daß von jedem

Punkt auf der Erde immer drei Satelliten zu „sehen“ sind. Die Ortung funk-

tioniert nach dem Prinzip der Triangulation – in der Geodäsie die Festset-

zung eines Netzes von Dreiecken zur Landvermessung. Jeder der drei Satel-

liten hat eine Atomuhr an Bord und schickt kontinuierlich Zeitsignale und

seine Bahnposition zur Erde. Bei einer möglichen Peilung messen die GPS-

Empfänger auf der Erde die Zeit, die ein Signal braucht, um vom Satelliten

zum Empfänger zu gelangen. Mißt der Empfänger gleichzeitig die Zeitdiffe-

renz zu drei Satelliten, kann ein eingebauter Computer daraus die Entfer-

nung zu den Bezugspunkten, den Satelliten im Orbit, berechnen. Der

Kreuzungspunkt der drei Linien ergibt die exakte geographische Position

des Empfängers. Die dazu benötigte Technik ist so miniaturisiert, daß sie

heute bequem in ein armbanduhrgroßes Gerät oder in einen tragbaren

Computer paßt.

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G

Grabben: Das Auswählen und digitale Speichern eines Einzelbilds aus einer

analogen Videoaufzeichnung. Die Peripheriegeräte, mit denen man grabbt,

sind sogenannte Framegrabber oder auch -> Videodigitalisierer.

Gradation: Die Umsetzung von Licht (Intensität mal Zeit) in Schwärzungen

bei der Belichtung von Fotomaterialien. Das Verhältnis zwischen dem ein-

wirkenden Licht und der damit erzielten Schwärzung wird in einer Grada-

tions- oder Schwärzungskurve dargestellt. Jedes Fotomaterial generiert auf

der Basis seiner spezifischen Eigenschaften eine bestimmte Kurve. Je steiler

diese ausfällt, um so kontrastreicher arbeitet das Material.

Grafikprozessor: Hochleistungsfähige Mikroprozessoren, die die großen

Datenmengen, die durch eine hohe Auflösung und hohe –> Bildwieder-

holfrequenz erforderlich sind, schnell verarbeiten können. Sie sind in der

Regel auf der Grafikkarte des Rechners montiert. Beispiele für leistungs-

fähige Grafikprozessoren sind der TIGA- oder der S3-Chip.

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G

Graustufenbilder: Digitale Bilddateien, die für jeden Bildpunkt einen Grau-

wert spezifizieren. Meist handelt es sich um 256 Tonstufen.

Groteskschriften: So nannte man im 19. Jahrhundert bei deren Aufkommen

die serifenlosen Antiquaformen.

Grundstrich: Bei Antiquaschriften mit unterschiedlichen Strichstärken der

fettere Strich der Großbuchstaben.

GUI: (Abk. für engl. graphical user interface). Grafische Benutzeroberfläche.

Die mit grafischen Elementen wie Piktogrammen arbeitenden Oberflächen

von Betriebssystemen wie dem des Apple Macintosh oder von Microsoft

Windows.

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H

Haarstrich: Bei Antiquaschriften mit unterschiedlichen Strichstärken der

feinere Strich der Großbuchstaben.

Hadern: Lumpen waren bis weit in das 18. Jahrhundert hinein das einzige

Rohmaterial der Papierherstellung. Heute stellen solche Textilfasern weni-

ger als ein Prozent des gesamten Rohstoffverbrauchs. Unter dem Begriff

Hadern fallen Fasern, die praktisch aus reiner Zellulose bestehen, also kei-

nerlei verholzte Bestandteile aufweisen. Man setzt sie vor allem für Papiere

ein, die besonderen Ansprüchen genügen sollen wie etwa Banknoten- und

Dokumentenpapiere oder Dünn- und Bibeldruckpapiere.

HAL: Video-Composing-Maschine des englischen Herstellers Quantel,

speichert bis zu siebeneinhalb Minuten digitalen Videomaterials in Broad-

cast-Qualität.

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H

Halbtonbildvorlagen: Bilder, bei denen zwischen Papierweiß und tiefem

Schwarz alle erdenklichen Zwischentöne und Farbnuancen auftreten. Bei-

spiel: Schwarzweiß- und Farbfotos, Farbdiapositive, Aquarelle, Ölgemälde,

Bleistiftzeichnungen.

Halbunziale: In der Spätantike (4. bis 8. Jahrhundert) gebräuchliche Schrift,

die Elemente der Majuskelcharakter tragenden Unziale mit solchen der

Minuskelkursiven (Betonung der Ober- und Unterlängen) verbindet.

Hardware-Dongle: Ein kleiner Stecker, der ein Verschlüsselungssystem für

eine bestimmte Software enthält. Ist er nicht installiert, läuft das Programm

nicht. Aufwendiger Kopierschutz, findet sich deshalb fast nur bei sehr

teuren Produkten.

Hardware-Zoomfunktion: Einige Grafikkarten beinhalten Befehle zur

Vergrößerung eines Bilds, ohne daß eine entsprechende Software wie eine

Bildverarbeitung diese Berechnung durchführen muß. Dadurch arbeiten alle

hierfür notwendigen Funktionen erheblich schneller.

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H

HDR: (Abk. für engl. High Dynamic Range). Von der Firma Leaf entwickeltes

Bildspeicherformat, das mit 16 Bit –> Farbtiefe je Farbe arbeitet und daher

wesentlich mehr Farbdynamik speichert als Formate, die auf 8 Bit Farbtiefe

je Farbe basieren.

HDTV: (Abk. für engl. High Definition Television). Standard für hochauflö-

sendes digitales Fernsehen.

Header: Vorspann einer Datei. Im Header stehen Informationen wie Anfang

und Ende, Erstellungsdatum oder Länge der Datei. Für den Prozessor ist der

Header vor allem bei Programmen wichtig, da er Informationen enthält, die

es im Arbeitsspeicher klar spezifizieren. So muß der Prozessor genau

wissen, wie lang das Programm ist, um entsprechend Speicherplatz zu

reservieren.

Henry: Digitaler Videoeffekteditor mit Broadcast-Qualität von Quantel.

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H

HFS: (Abk. für engl. Hierarchical File System). Das vom Macintosh genutzte

hierarchische Dateisystem, mit dem sich das Verzeichnis in Ordner und

Unterordner systematisieren läßt. Die Struktur entspricht dem Verzeichnis-

baum, den auch DOS-Anwender kennen.

High Color: Überbegriff für die Darstellung von 65 536 Farben. Dies ent-

spricht einer Farbtiefe von 16 Bit.

Hints: Bei PostScript-Schriften vom Lizenzgeber Adobe lange geheimgehal-

tene Codierungen, um bei kleinen Schriftgraden und/oder groben Auflösun-

gen das typische Charakteristikum des jeweiligen Fonts zu erhalten.

Host-to-Terminal: Großrechner mit angeschlossenen „dummen“ Arbeits-

stationen, das heißt mit Terminals, die keinen eigenen Hauptprozessor

besitzen. Diese Form des Netzwerks findet im Mini- und Mainframebereich

häufig Verwendung.

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H

Host: Hauptrechner in einem Computernetzwerk, der das gesamte Netzwerk

und die anderen Rechner steuert und überwacht. Nicht alle Netzwerke

besitzen einen Host. In Client-Server-Systemen sind beispielsweise alle

Rechner gleichberechtigt.

HP-GL: Von Hewlett-Packard für die Grafikausgabe entwickelte Steuerspra-

che, speziell für die Kontrolle von –> Plottern. HP-GL ist zum Quasi-Stan-

dard geworden.

HQS: (Abk. für engl. High Quality Screening). Irrationales Rasterverfahren

für die Vierfarbseparation und Graustufenrasterung, das in PostScript-RIPs

von Linotype-Hell zum Einsatz kommt. HQS arbeitet mit sogenannten Su-

perzellen, vervielfachten Einzelzellen, die es ermöglichen, die Abweichun-

gen zwischen idealen Rasterwerten und technisch realisierbaren Rastern zu

minimieren. Mit diesem Verfahren lassen sich –> Moirés bei der Reproduk-

tion von Fotos im Druck vermeiden.

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H

HSB: Farbenmodell, das auf die Parameter Farbton (hue), Farbsättigung

(saturation) und Helligkeit (brightness) aufbaut.

HTML: (Abk. für engl. hypertext markup language). -> SGML-Erweiterung

bezüglich Einbindung von Bildern und Verbindungen zu andren HTML-

Seiten. Wichtiges Datenformat im WorldWideWeb (-> WWW) des -> Inter-

net.

HTTP: (Abk. für engl. hypertext transfer protocol). Protokoll zum Austausch

von HTML-Seiten über ein Netzwerk.

HTTPD: (Abk. für engl. hypertext transfer protocol demon). Serverprogramm

zur Bereitstellung von HTTP-Diensten.

Hurenkind/Schusterjunge: Beim Hurenkind handelt es sich um die Schluß-

zeile eines Absatzes zu Beginn einer neuen Textspalte. Als Schusterjungen

bezeichnet man die erste Zeile eines Absatzes am Ende einer Textspalte.

Beide sind satztechnische Kardinalfehler.

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H

Hybrid-CD: CD-ROMs für Windows und Macintosh, auf denen sich sowohl

ein -> ISO-9660-Dateisystem befindet, das den Konventionen von MS-DOS

entspricht, als auch ein Apple-Dateisystem gemäß den -> HFS-Richtlinien

von Apple.

Hypertext-Dokumente: Texte, in denen bestimmte Stichworte zu anderen

Textstellen Querverweise bilden. Auf Knopfdruck lassen sich diese Absätze

aufrufen. Sinnvoll für die Gestaltung von elektronischen Betriebsanleitun-

gen, um Unterkapitel kontextsensitiv zu aktivieren.

Hypertext: Von dem Informatiker Theodore L. Nelson in den sechziger Jah-

ren geprägter Begriff für Text, der dreidimensional gegliedert ist und von

einer Textstelle auf beliebig viele andere verweist. Das erlaubt es, Texte

nicht nur linear, sondern auch in einer Art räumlicher Struktur zu lesen. Auf

diesem Konzept basiert heute zum Beispiel HyperCard, aber auch interak-

tive Multimedia-Anwendungen.

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IJ

I/O: Input/Output, die digitalen seriellen oder parallelen Eingänge für Daten

in Rechner.

IBM Pro Printer XL 24e, Epson-FX-Emulation: Laserdrucker lassen sich oft

mit diesen zwei Steuersprachen bedienen. Das sorgt für mehr Kompatibilität

zu einer Vielzahl von Programmen.

ICC: (Abk. für engl. International Color Committee). Wichtige Hersteller von

PrePress-Produkten arbeiten in diesem Komitee unter der Federführung der

Fogra (Forschungsgemeinschaft für grafische Technik) zusammen, um die

Handhabung von Farbbildern und Farbprofilen so zu standardisieren, daß

sich Color Management in Zukunft unabhängig von Plattformen und Appli-

kationen realisieren läßt.

Icon: Englisch für Ikone. Programm- oder Dokumentsymbole auf Computern

mit grafischer Benutzeroberfläche.

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IJ

IFF: (Abk. für engl. Interchange File Format). Grafikformat, das sich vor allem

auf dem Amiga durchgesetzt hat.

Ifra: (Abk. für engl. Incafiej Research Association; FIEJ Abk. für Federation

internationale des éditeurs des journeaux). Internationale Vereinigung und

Forschungseinrichtung für Zeitungstechnik mit Sitz in Darmstadt, die einmal

jährlich die Kongreßmesse IFRA-Expo veranstaltet.

Image Pac: Die Gesamtheit der Dateikomponenten, die ein einzelnes auf

einer Photo CD gespeichertes Bild umfaßt. Beispielsweise gehören zum

Image Pac der normalen Photo CD fünf Bilddateien mit unterschiedlicher

Auflösung. Seit Anfang 1995 gibt es von Kodak das Image Pac-Format auf

den Kodak Portolio II Photo CDs.

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IJ

Imagesetter: Englische Bezeichnung für einen Laserbelichter, der im Ge-

gensatz zum traditionellen Satzbelichter komplette Seiten inklusive der ge-

rasterten Bilder belichtet. Neuere Geräte für große Formate können sogar

komplette Druckbögen belichten, so daß nicht nur die manuelle Montage

von Bildern entfällt, sondern auch die Bogenmontage.

Imaging Model: Ein Verfahren, um Daten am Bildschirm und auf anderen

Ausgabegeräten abzubilden, zum Beispiel PostScript oder QuickDraw.

Information-Highways: Die zukünftigen schnellen Kommunikationsnetz-

werke, die große Datenmengen, zum Beispiel auch Fernsehen, transportie-

ren können. Schlagwort in der amerikanischen Medienpolitik.

Infotainment: Wortneuschöpfung aus Information und Entertainment.

Begriff aus der Medienbranche, der die Mischung von Information und

Unterhaltung bezeichnet.

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IJ

Initial: Großbuchstabe am Anfang eines Kapitels oder Absatzes. Häufig in

größerem Schriftgrad mit Ornamenten oder Bildmotiven ausgeschmückt.

Inkunabeln: Drucke aus der Anfangszeit der Buchdruckerkunst (vor 1500).

Interaktiv: Der mögliche, in seinem Ablauf aber nicht festgelegte Eingriff

des Benutzers in ein Computerprogramm, zumeist eine multimediale Prä-

sentation. Zwiegespräch.

Interface: (engl., dt. = Schnittstelle). Sowohl Stecker und Steckdosen, die

Hardware untereinander verbinden (Computer mit Peripheriegeräten), als

auch die Bedienungselemente eines Geräts (Knöpfe, Tastatur, Maus), also

die Schnittstelle zum Benutzer. Bei Computern betrifft dies außerdem die

Gestaltung dessen, was auf dem Monitor zu sehen ist, da hierüber die Be-

dienung erfolgt. Bei Verwendung von Piktogrammen (Icons), Dialogfenstern

und zeichnerisch dargestellten Bedienungsknöpfen spricht man auch von

grafischer Benutzerschnittstelle, graphical user interface, kurz -> GUI.

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IJ

Internet: (Abk. für engl. International Network). Dieses globale digitale

Netzwerk verknüpft hauptsächlich Rechner in Forschungszentren, aber auch

immer mehr Unternehmen und Privatpersonen. Die Teilnehmer versenden

ihre elektronische Post nach einem bestimmten Protokoll und erhalten

Zugang zu digitalen Archiven und Diskussionsforen.

Interpolation: Hochrechnungsverfahren zur näherungsweisen Bestimmung

von unbekannten Punkten, die sich auf einer Kurve oder Geraden zwischen

bekannten Punkten befinden. Man errechnet sie mit Hilfe mathematischer

Funktionen.

Interrupt: Dieser Begriff aus der Mikroprozessortechnik steht für die bedin-

gungslose und sofortige Unterbrechung des Vorgangs, mit dem ein Prozes-

sor gerade beschäftigt ist, um einen anderen vorzuziehen. Beispielsweise

sorgen Terminplanungsprogramme für Interrupts, wenn sie zum eingetra-

genen Zeitpunkt die entsprechende Erinnerung auf den Monitor spielen,

unabhängig davon, in welchem Programm man gerade arbeitet.

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IJ

Inverse Kinematik: Sorgt in –> Raytracingprogrammen für eine verein-

fachte Animation beweglicher Objekte. Die inverse Kinematik erlaubt es,

einen dreiteiligen Roboterarm am Bildschirm korrekt zu bewegen. Der

Designer gibt die maximale Bewegungsfreiheit einzelner Gelenke an und

braucht dann beispielsweise nur den Bewegungsspielraum für den Finger zu

bestimmen – automatisch bewegt das Programm Ober- und Unterarm phy-

siologisch entsprechend mit.

IPC-Sprache: (IPC Abk. für engl. Inter Process Communication). Steuer-

sprache auf Amiga-Computern. Mit Hilfe von IPC lassen sich aus Program-

men heraus andere Applikationen aufrufen und dort Prozesse durchführen.

Die Daten werden anschließend wieder in die Ausgangssoftware zurückge-

schrieben.

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IJ

IPU: (Abk. für engl. Intelligent Processing Unit). Von Canon entwickelte

Steuereinheit für ihre Farbkopierer. Die IPU setzt die Daten des Kopierers so

um, daß der Computer sie verstehen und weiterverarbeiten kann. Umge-

kehrt lassen sich Steuerbefehle des Computers in Steuerbefehle für den

Kopierer umsetzen, so daß dieser als Drucker dient. Für die Spitzenmodelle

CLC 300 und 500 offeriert das Unternehmen auch PostScript-IPUs.

Irrationale Rasterung: Beschreibt das autotypische Reprorasterverfahren

I.S. Technology von Linotype-Hell. Mit ihm erzielt der Anwender sowohl

genaue Rasterwinkelungen als auch exakte Rasterfrequenzen, wobei die

Berechnungen der Rasterzellen mit einer spezifischen Hardware on the fly

erfolgt.

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IJ

ISA: (Abk. für engl. Industry Standard Architecture). Bezeichnung für den

Datenbus des AT-PCs, der 16 Bit breit ist. Die Steckkarten, die diesem Stan-

dard entsprechen, verfügen über 16 Kontakte. Eine neuere Variante für den

Datenbus des PCs ist der sogenannte Local Bus, der eine Breite von 32 Bit

besitzt.

ISDN: (Abk. für engl. Integrated Service Digital Network). Das Netzwerk

bietet ein System zur digitalen Informationsübermittlung; nicht zu verwech-

seln mit Breitband-ISDN, das eine höhere Geschwindigkeit des Datentrans-

fers ermöglicht.

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IJ

ISO-9660-Standard: Standard für CD-ROMs, der es ermöglicht, die Daten

ein und derselben CD von unterschiedlichen Betriebssystemen, beispiels-

weise auf einem Unix-, DOS- oder Apple-Rechner, zu lesen. Im ISO-9660-

Standard gibt es drei sogenannte Ebenen für den Datenaustausch (levels of

interchange). Wenn von ISO-9660-Discs die Rede ist, meint man zumeist

das sogenannte Interchange-Level-1, das ähnliche Schranken setzt wie das

MS-DOS-Dateisystem. Es begrenzt beispielsweise die Länge des Datei-

namens auf 8 Zeichen. Viele Macintosh-CD-ROMs nutzen das Dateisystem

–> HFS von Apple.

Isograph: Zeichentisch für Architekten und andere Konstrukteure.

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IJ

IT-8: Testvorlage, mit deren Hilfe viele Hersteller -> CMS-Scannerprofile

erzeugen. Das Profil entsteht, indem der Anwender diese Vorlage einliest

und das Bild durch das CMS mit den digital gespeicherten Originaldaten

vergleichen läßt. Das Farbmanagement errechnet daraus Korrekturwerte,

ein -> Farbprofil, um bei den folgenden Scans die Fehler des Eingabegeräts

auszugleichen.

ITV: (Abk. für engl. Interactive Television, dt.= Interaktives Fernsehen). Kon-

zept für zukünftiges Fernsehen mit Rückkanal. Der Zuschauer hat bestimmte

Auswahlmöglichkeiten und beeinflußt über den Rückkanal direkt den Ablauf

des Fernsehprogramms oder kann sich betimmte Programmangebote von

einem Video-Server abrufen.

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IJ

JPEG: (Abk. für engl. Joint Photographic Expert Group). Zusammenschluß

von Ingenieuren, Programmierern und Branchenvertretern, der einen Stan-

dard für die Komprimierung von digitalen Bilddaten entwickelte. Der JPEG-

Standard verbreitete sich mittlerweile über alle Rechnerplattformen und

Systemwelten.

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K

Kalibrierbarer Monitor: Um eine hohe Übereinstimmung der Farbdarstel-

lung beim Druck auf Papier und der Darstellung auf einem Bildschirm zu

gewährleisten, gibt es Monitore, die mit Zusatzhard- und -software auf eine

dem eingesetzten Druckverfahren entsprechende Farbwiedergabe

einzustellen sind.

Kapitälchen: Auszeichnungsschrift aus kleinen Großbuchstaben mit der

Höhe der Mittellinie (diese entspricht der Höhe des kleinen x).

Kerning: (engl. für dt. = Unterschneidung). Unter Kerning versteht man das

Zusammen- oder Auseinanderrücken von Buchstabenpaaren (auch: pair-

kerning), beispielsweise beim großen T und kleinen e, damit diese nicht

durch unpassende Abstände die Ästhetik des jeweiligen Schriftbilds zerstö-

ren. Erfolgt eine solche Korrektur automatisch, spricht man von einer

Ästhetikfunktion oder einem Ästhetikprogramm.

Klischee: Sammelbegriff für unterschiedliche Druckstöcke im Bleisatz. Im

Desktop Publishing wurde Klischee durch den Begriff Grafik abgelöst.

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K

Kompression: Die Reduktion des Datenumfangs mittels spezieller mathe-

matischer Verfahren, die es ermöglichen, die Information so zu codieren,

daß bei wesentlich geringerem Speicherbedarf immer noch alle Informatio-

nen vorliegen. Um die ursprüngliche Form wiederherzustellen, müssen die

Daten dekomprimiert werden.

Konstruktivismus: Der in Rußland zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstan-

dene Konstruktivismus ging von technisch-mathematischen Gestaltungs-

prinzipien aus. Von der Skulptur und der Malerei übertrug der Russe El

Lissitzky diese Kunsttheorie auf die Architektur und Typografie und beein-

flußte damit stark das Bauhaus.

Konturensatz: Anpassung eines eine Grafik umgebenden Rahmens an die

Grafikform. Der umgebende Text wird so in seinem Verlauf an die Form der

Grafik angepaßt.

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K

Konvertierprogramm: Software zum Umwandeln von Computerdaten. Die

Konvertierung ist beispielsweise notwendig, um Bilddateien von einem

DOS-Computer so umzugestalten, daß sie sich auf dem Macintosh oder

anderen Rechnern nutzen lassen.

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L

LAN: (Abk. für engl. Local Area Network). Lokales Netzwerk, das Computer

sowie Peripheriegeräte über Entfernungen von wenigen 100 Metern mitein-

ander verbindet, meist innerhalb eines Gebäudekomplexes. Das Netzwerk

besteht aus einem oder mehreren Servern, Arbeitsstationen, Zusatzgeräten

wie Druckern, einem Netzwerkbetriebssystem und der Verkabelung der ent-

sprechenden Netzwerkkarten wie beispielsweise Ethernet. Bei einem LAN

kann es sich um ein Client-Server-Netzwerk mit mindestens einem Server

und mehreren Clients oder aber um ein Peer-to-Peer-Netzwerk handeln, bei

dem alle Arbeitsstationen gewissermaßen als Server dienen und Daten

sowie Ressourcen anderen Netzwerkteilnehmern zur Verfügung stellen. Als

Betriebssystem fungieren beispielsweise Novell Netware oder AppleTalk.

Das Netzwerkbetriebssystem läuft auf dem Server, ein Teil der Software auf

jeder Arbeitsstation. So ermöglicht es den Zugriff auf die Daten und Res-

sourcen des Servers. Als Übertragungsprotokoll dienen zum Beispiel Ether-

net oder Token-Ring.

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L

Lathing: Modellingtechnik aus der 3-D-Computergrafik, bei der man einen

räumlichen Körper erzeugt, indem man eine Linie oder eine andere zwei-

dimensionale Form um eine Achse rotieren läßt.

Laufweite: Der Zwischenraum zwischen den Buchstaben, auch Zurichtung

genannt. Sie ist vom Schriftenhersteller festgelegt, läßt sich aber heute mit

Ästhetikprogrammen manipulieren.

Laufweitendaten: Datensätze, die die Abstände zwischen den Buchstaben

verzeichnen. Sie werden vom Schriftenhersteller festgelegt und lassen sich

im DTP-Programm individuell oder auch pauschal modifizieren. Bei Post-

Script-Zeichensätzen sind die Laufweitendaten (auch Kering-Daten) in den

AFM-Dateien (Adobe) oder -> PFM-Dateien (andere Schriftenhersteller)

verzeichnet.

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L

LCD: (Abk. für engl. liquid crystal display, dt. = Flüssigkristallanzeige).

„Bildschirm“ an einer Digitaluhr, Taschenrechner oder häufig auch an einem

Laserdrucker für die Anzeige eingegebener Befehle. Das Display arbeitet mit

Flüssigkristallen, die unter Stromzufuhr das Licht durch Polarisation nicht

mehr reflektieren. Die Kristalle erscheinen dann als schwarze Punkte auf

dem „Monitor“.

LED: (Abk. für engl. light emmiting diode, dt. = Leuchtdiode). Kleine, etwa

knopfgroße Lichtquellen, die sich für die Beschreibung der –> Belichtungs-

trommel innerhalb von Laserdruckern und auch in Scannern verwenden

lassen.

Lichter/Tiefen: Begriffe aus der Bildverarbeitung. Sie bezeichnen die hell-

sten beziehungsweise dunkelsten Stellen innerhalb eines Bilds.

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L

Ligaturen: Doppelbuchstaben wie ff und ss oder Kombinationen wie fl oder

ft, die wie ein Zeichen behandelt werden und bei professionellen digitalen

Schriften sich über eine Taste abrufen lassen bzw. bei TrueType GX-Schrif-

ten automatisch zum Einsatz kommen, sobald zwei entsprechende Buch-

staben aufeinander folgen.

Links: (engl. dt. = Verbindungen, Verknüpfungen). Links sind Verweise auf

andere Stellen einer Datei oder auf andere Dateien, die der Anwender per

Mausklick ansteuert. Im Gegensatz zum Hypertext-Verfahren fungieren

Links im World Wide Web auf Wunsch auch als Verweise auf andere Rechner

im Internet oder andere Internet-Dienste (beispielsweise FTP zur Dateiüber-

tragung).

Log-in: Prozedur des Anmeldens einer Arbeitsstation im Netz.

lpi: (Abk. für engl. lines per inch, dt. = Linien pro Zoll). Maßeinheit für die

Rasterweite von Halbtonbildern beim Druck.

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L

Luminanzkomponenten: Helligkeitswerte eines digital gespeicherten Bilds.

LZW: (Abk. für engl. Lempel Ziv Welch). 1977 von Lempel und Ziv entwickel-

ter und 1984 von Welch erstmals verfügbar gemachter Kompressionsalgo-

rithmus. LZW nutzt die Tatsache, daß sich Redundanzen überwiegend durch

sich wiederholende Zeichenketten widerspiegeln.

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M

Mainframe: Große Computer, wie sie in Rechenzentren zum Einsatz kom-

men, und die über Terminals Tausende von Anwender bedienen.

Majuskeln: Nicht mehr gebräuchliche Bezeichnung für Großbuchstaben, die

durch den Begriff Versalien ersetzt wurde.

MAK-Wert: (Abk. für maximaler Arbeitsplatzkonzentrationswert). Festgeleg-

ter Richtwert für die Konzentration gefährlicher, gasförmiger Stoffe an

Arbeitsplätzen.

Makro, Makrobefehl: Bezeichnet die bestimmten Softwares zur Verfügung

stehende Möglichkeit, eine Reihe von Befehlen und Funktionen zu verketten

und deren Ablauf durch einen einzigen Befehl in Gang zu setzen.

Makrotypografie: Typografische Regeln, die die Gestaltung von Absätzen,

Seiten oder ganzen Büchern betreffen, Gestaltungsraster und Spaltenein-

teilung festlegen oder die Verteilung typografischer Elemente auf der Seite.

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M

Mapping: Bezeichnet das Versehen eines dreidimensionalen Körpers mit

einem Oberflächenbild. In 3-D-Programmen lassen sich auf diese Weise

Objekten Materialstrukturen wie zum Beispiel Holz, Metall oder Marmor

zuweisen.

Maske: Begriff aus der Bildbearbeitung. Eine Maske deckt Bereiche eines

Bilds ab, die der Anwender entweder von der weiteren Bearbeitung aus-

schließen will oder in der – unabhängig vom restlichen Bild – die Modifika-

tion stattfinden soll.

Masterseite: Seite, auf der man sämtliche innerhalb des zu erstellenden

Dokuments verwendeten Seitendefinitionen exemplarisch vornimmt. Beim

Bearbeiten des Dokuments überträgt das Programm automatisch die Ein-

stellungen auf jede neuangelegte Seite.

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M

Mediävalziffern: Gehören häufig zu den Kapitälchenschnitten. Spezielle

Ziffern, die nicht alle auf der Grundlinie stehen, sondern Ober- und Unter-

längen besitzen und dadurch lebendiger wirken. In ihrem Schriftbild sind sie

den Minuskeln nachempfunden.

Mengentext: Text, der in einem Grafikprogramm innerhalb eines Textrah-

mens als Fließtext verläuft.

MezzoDot: Rasterverfahren der Firma Berthold, das eine bessere Halbton-

wiedergabe im Vierfarbdruck erreicht und ähnlich wie die –> frequenzmo-

dulierte Rasterung funktioniert.

MIDI: (Abk. für engl. Musical Instruments Digital Interface). Standardisierte

Schnittstelle und Datenformatspezifizierung zur Verbindung von Musik-

instrumenten mit dem Computer beziehungsweise zur Digitalisierung und

Übertragung von Audiodaten von den Instrumenten zum Rechner. Das MIDI-

Format findet auch für andere Zwecke Verwendung, etwa der vom Computer

gelenkten Fernsteuerung elektronischer Geräte.

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M

Mikrotypografie: Typografische Gestaltungsregeln auf Wort- und Satzebe-

ne, wie zum Beispiel der paarweise Ausgleich von Zeichen (Ligaturen), die

Anordnung der Leerzeichen bei Telefonnummern sowie An- und Abführun-

gen. Der Begriff wurde 1982 von dem Schweizer Typografen Jost Hochuli

geprägt.

Minuskel: Ältere Bezeichnung für Kleinbuchstaben.

MIPS: (Abk. für engl. million instructions per second, dt. = Millionen In-

struktionen pro Sekunde). Maß für die Rechnergeschwindigkeit und Fähig-

keit eines Chips oder einer Konfiguration, Befehle zu verarbeiten.

Mittelachsensatz: Mittelachsen- oder zentrierter Satz entspricht einem

Zeilenfall, bei dem die Mitten der Zeilen senkrecht untereinanderstehen.

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M

MMU: (Abk. für engl. memory management unit, dt. = Speicherverwaltungs-

Einheit). Zusatzprozessor oder Teil der CPU (central processing unit, Haupt-

prozessor), der für die Verwaltung des Speichers des Computers zuständig

ist. Dies dient der Entlastung des Hauptprozessors ebenso wie die –> FPU.

Modelling (Modellierung): Das eigentliche Gestalten der Objekte bei 3-D-

Software. Wie bei einem Grafikprogramm gibt es hier einige wenige Grund-

formen, aus denen der Anwender komplexere Einheiten bildet. Standard-

mäßig finden sich hier Formen wie Quader, Kugel, Kegel und Zylinder.

Moiré: Fehler bei der Rasterung von Bildvorlagen für die Vierfarbseparation.

Durch ungünstige Rasterwinkelung sind die Punkte der einzelnen Raster zu-

einander so angeordnet, daß bei der Überlagerung rosettenartige Muster im

Bild entstehen.

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M

Morphing: Abgeleitet von Metamorphose, Verwandlung. Der Begriff Morph-

ing hat sich in den letzten Jahren im Computer- und Filmbereich etabliert,

wo er die schrittweise und nahezu unmerkliche Verwandlung eines Objekts,

Körpers oder Gesichts in ein anderes bezeichnet, die der Computer rech-

nend erledigt.

MPEG: (Abk. für engl. Motion Picture Engineering Group). In den USA be-

heimatete Vereinigung von Ingenieuren aus dem Film- und Videobereich.

Sie beschäftigt sich mit allen film- und videotechnischen Fragen und legt

entsprechende, auch international geltende Standards fest, zum Beispiel

die Kompressionsmethoden für digitalisierte Film- und Videobilder.

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M

MPR/TCO: Schwedische Normen zur Bestimmung der Strahlungsabgabe

von Monitoren. Berücksichtigung finden elektromagnetische Wellen, elek-

trostatische Felder und Röntgenstrahlung. Bereits 1987 legten die schwedi-

schen Gewerkschaften die MPR-I-Empfehlung fest, seit 1990 gibt es die

MPR-II-Norm, der viele der heute verfügbaren Monitore entsprechen. Noch

strenger als bei der MPR-II- sind die Anforderungen der TCO-Empfehlung,

die allerdings in Deutschland wie auch in der EG nicht verbindlich ist.

Multiplexer: Gerät, das die Daten zweier –> RIPs zwischenspeichert und

dann an den Laserbelichter überträgt. Dieser läßt sich dadurch effektiver

nutzen, weil die Belichtung schneller erfolgt, als ein RIP die erforderlichen

Daten errechnen kann.

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M

Multiprozessor-Rechner: Zu dieser speziellen Kategorie von Computern

zählen jene, die nicht auf einer einzelnen –> CPU basieren, sondern auf

zwei oder mehr Prozessoren, die sich die anfallenden Rechenarbeiten auf-

teilen und somit die –> Performances der jeweiligen Softwares erheblich

beschleunigen.

Multisessionfähig: Klassifizierung von CD-ROM-Laufwerken. Nur diese

lesen Photo CDs, die Bildmaterial enthalten, das in mehreren, zeitlich

getrennten Sessions aufgenommen wurde. Ältere Laufwerke, die heute

nicht mehr produziert werden, können nur die Daten der ersten Session

lesen.

Multisessionfähigkeit: Inzwischen Standard gewordene Eigenschaft von

CD-Laufwerken. Multisessionfähige CD-Laufwerke lesen beschreibbare CDs

(–> CD-R) wie die Photo CD, auf die die Daten in mehreren getrennten

Schreibvorgängen gelangen.

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M

Multitasking: Eine Softwaretechnik, mit der mehrere Programme gleichzei-

tig gestartet und aktiviert sowie bestimmte Programmabläufe vom Rechner

im Hintergrund ausgeführt werden. Hierfür nutzen die Programme die

Rechenleistung der –> CPU wechselweise, wobei der Wechsel so schnell

erfolgt, daß es dem Anwender wie eine gleichzeitige Bearbeitung vorkommt.

Multplexing von -> MPEG-Dateien. Bezeichnung für das Mischen einer

MPEG-Audio- und einer MPEG-Videodatei. Der MPEG-Dekoder empfängt auf

diese Weise immer abwechselnd einige Bytes Video- und einige Audio-

daten.

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N

Native Mode: Spezieller Modus des Power Macintosh von Apple. Im Gegen-

satz zu –> Emulationen ein Modus, in dem die Programme direkt auf alle

Möglichkeiten des eingebauten Prozessors zugreifen, ohne zeitraubende

und damit leistungsmindernde Umrechnungen zu benötigen.

Netzkopplung: Es ist möglich, mehrere, auch unterschiedliche Netzwerke

miteinander zu verbinden. Besitzen die Netze dasselbe Kommunikations-

protokoll, erfolgt die Kopplung über einfache Verstärkereinrichtungen

(Repeater). Verwenden die Netzwerke zwar dasselbe Protokoll, aber nicht

dieselben Übertragungsleitungen (zum Beispiel Koaxial- oder verdrillte

Kabel), so werden sie über eine Brücke (Bridge) verbunden, die die unter-

schiedlichen Leitungsgeschwindigkeiten anpaßt. Sind in den gekoppelten

Netzwerken besondere Wählprozeduren zur Verbindung mit einer Station

erforderlich, setzt man einen Wegwähler (Router) ein. Bei Netzen mit völlig

unterschiedlichen Protokollen braucht man ein Gateway für die Netzkopp-

lung.

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N

NFS: (Abk. für engl. network file system, dt. = Netzwerk-Dateien-System),

basiert auf –> TCP/IP und erlaubt es Unix-Workstations, entfernte Platten

als lokale Dateisysteme anzusprechen. Ein NFS-Server stellt lokale Datei-

systeme anderen NFS-Clients zur Einbindung (zum Mounten) zur Verfügung.

non-interlaced: (engl. dt. = nicht verschachtelt, nicht ineinander verwoben).

Ein non-interlaced arbeitender Monitor beschreibt bei der Bildwiedergabe

sämtliche Bildschirmzeilen je Frequenzzyklus und erreicht somit eine flim-

merfreie Auflösung.

NTSC: (Abk. für engl. National Television System Committee). Farbfern-

sehnorm der USA und Japan, die mit einer Auflösung von 525 Zeilen arbei-

tet.

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N

NuBus: Von Apple entwickelte Hardwarearchitektur und standardisierte

Schnittstelle für den Macintosh-Computer, um diesen mit speziellen Karten

zu erweitern, etwa für die Beschleunigung der Rechenleistung, verbesserte

Grafikfähigkeiten oder die Verbindung mit Videogeräten. Mitte 1995 wurde

der NuBus auch bei Apple vom Industriestandard -> PCI-Bus abgelöst.

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O

Oberlängen: Der Abstand vom oberen Ende der Kleinbuchstaben

(Mittelhöhe) bis zum oberen Ende der Großbuchstaben.

OBEX: (Abk. für engl. object exchange, dt. = Objektaustausch). Ein soge-

nannter Softwareagent, der als Verbindung zwischen den Anwendungssoft-

wares und elektronischen Postdiensten fungiert, die man für den Versand

der Daten benutzt. OBEX arbeitet mit Programmen wie MCI Mail, ccMail,

Microsoft Mail, Windows for Workgroups und anderen.

OCR-Software: OCR steht für optical character recognition (optische Buch-

stabenerkennung). Mit Hilfe einer solchen Software sollen Texte nach dem

Scanvorgang lesbar sein und nicht nur als Pixelgrafik vorliegen.

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O

OCR/ICR: (Abk. für engl. optical character recognition/intelligent character

recognition dt. = optische Zeichenerkennung/intelligente Zeichenerken-

nung). Automatische Texterkennung. Diese Technik verwenden Programme,

die in der Lage sind, gescannte Texte, die im Computer nur als Pixelmuster

vorliegen, wieder in editierbaren ASCII-Text zu verwandeln. Es gibt zwei Ver-

fahren. Eine OCR-Software erkennt nur Texte in einem bestimmten Zeichen-

satz, da sie in diesem Font gespeicherte Buchstaben mit den digitalisierten

Texten vergleicht. Die zweite, etwas flexiblere Lösung arbeitet mit Beschrei-

bungen der grundlegenden Eigenschaften eines Buchstabens: Eine ICR-

Software definiert den Buchstaben i als einen senkrechten Strich, über dem

ein Punkt schwebt. So kann sie praktisch alle Schriften – ob Grotesk- oder

Serifenschriften – identifizieren. Die Erkennungsquoten auch dieser (von

den Herstellern als intelligent bezeichneten) Programme liegen zwar sehr

hoch (über 99 Prozent), doch dieser Wert bedeutet, daß alle hundert Zei-

chen ein Fehler auftritt. Für eine A4-Seite sind also Korrekturverfahren mit

digitalisierten Lexika notwendig.

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O

OEM: (Abk. für engl. original equipment manufacturer, dt.= Originalgeräte-

hersteller). Hersteller, der Produkte liefert, die als Bestandteile von Produk-

ten anderer Firmen verkauft werden, zum Beispiel Druckwerke von Laser-

druckern, die nur wenige OEM-Hersteller produzieren und die in vielen

Geräten mit unterschiedlichen Konfigurationen zum Einsatz kommen.

OLE: (Abk. für engl. object linking and embedding). Diese Funktion von

Microsoft Windows ermöglicht es, Daten eines anderen Programms als

Objekte in einem Dokument einzubinden und zu verknüpfen. Aktiviert der

Anwender dieses Objekt, so startet das erzeugende Programm automatisch.

OMPI: (Abk. für frz. Organisation mondiale de la propriété intellectuelle).

Weltorganisation für geistiges Eigentum, englisch World Intellectual Pro-

perty Organization (WIPO). Gegründet 1967 in Stockholm zum Schutz des

geistigen Eigentums. Sitz: Genf

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O

On the fly: Umrechnungen und Modifikationen finden praktisch ohne zeitli-

che Verzögerung statt, also während der ursprünglich gestartete Vorgang

noch läuft. Beispiel: Während ein Scanner ein Bild im RGB-Modus erfaßt,

rechnet er gleichzeitig den bereits gespeicherten Datenbestand in den

CMYK-Modus um.

One-pass-Technik: Eigenschaft moderner Farbscanner, die die drei Grund-

farben von RGB (Rot, Grün, Blau) in einem Scandurchgang erfassen.

Online-Datenbank: Eine Datenbank, auf die man über digitale Netze zu-

greift, im Gegensatz zu einer Datenbank, die man von einem Speicherme-

dium wie einer –> CD-ROM aus offline nutzt.

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O

Online-Prozessor: Film- oder Druckplattenentwicklungsgerät, das der An-

wender direkt an einen Belichter anschließt. Es entwickelt den Film automa-

tisch nach der Belichtung, ohne daß man den Film oder die Filmkassette aus

dem Belichter herausnehmen und manuell in das Entwicklungsgerät einge-

ben müßte. Dadurch steigt die Produktivität des Belichters, weil er praktisch

nur noch für das Nachladen von Film stillsteht.

Opazität: Fachbegriff für die Undurchsichtigkeit des Papiers. Diese Eigen-

schaft ist vor allem für grafische Sorten wichtig, die man zum Beispiel von

beiden Seiten bedrucken will. Die Opazität erhöht sich, wenn man der Pa-

piermasse mehr Holzschliff oder Füllstoffe wie Kaolin oder Titanoxid zusetzt.

Dadurch entsteht gleichzeitig eine glattere Oberfläche.

OpenDoc: Von Apple vorgeschlagene Technologie für den systemunabhän-

gigen Austausch von strukturierten Dokumenten mit Text, Bild und Ton.

OPI-Server: Zentraler Datenspeicher, der bei der Arbeit mit -> OPI die

hochaufgelösten Feinbilddaten im Netzwerk für die Belichtung bereitstellt.

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O

OPI: (Abk. für engl. Open Prepress Interface, dt.= Offene Druckvorstufen-

Schnittstelle). Von Aldus in Zusammenarbeit mit Linotype-Hell spezifiziertes

Verfahren für den Austausch von niedrigaufgelösten Bildern

(Bildreferenzierung in Layouts) durch deren hochaufgelöste Originaldaten.

Es besteht im wesentlichen aus Kommentarspezifikationen für die Post-

Script-Datei und war ursprünglich für die Zusammenarbeit zwischen DTP

und EBV-Systemen gedacht. Heute verwendet man es zunehmend in reinen

PostScript-Systemen (OPI-Server).

Optische Aufheller: Fluoreszierende Stoffe, die man der Papier- oder

Streichmasse zugibt. Durch Umwandlung von UV-Licht in sichtbares, blaues

Licht erscheint das Papier unter Tageslicht für den Betrachter weißer.

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O

Optische Plattenspeicher: Optische Speichermedien, ähnlich der Audio-CD,

bei denen Laserstrahlen die digitalen Informationen einbrennen und auch

lesen. Varianten: die nur lesbare CD-ROM, die einmal beschreibbare WORM

und die beliebig wiederbeschreibbare MO-Disc (magnetooptical disc), bei

der der Laserstrahl die Magnetisierung der Plattenoberfläche verändert.

Orange-Book-Format: Im so bezeichneten Orange Book festgelegtes Format

zum Bespielen von –> Compact Discs, nach dem sich unter anderem das

CD-ROM-XA-Format richtet; daneben gibt es unter anderem das Yellow-

Book-Format.

OS/2: (Abk. für engl. Operating System/2). Fensterorientiertes Betriebssy-

stem von IBM, das ähnlich wie Microsoft Windows funktioniert.

Outlines: Englisch für Umrißlinien. Beschreibung von Grafikobjekten und

Schriftzeichen durch –> Polygonzüge und –> Bézierkurven.

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O

Ozalidkopie: Preiswertes reprogafisches Verfahren, um Druckvorlagen auf

technische Richtgkeit zu prüfen. Es gibt allerdings auch montierte Bögen für

den Vierfarbdruck nur in Schwarzweiß wieder, weswegen es nur bedingt für

die Prüfung von Vierfarbdruckvorlagen taugt.

Ozonemission: Laserdrucker und Kopierer emittieren gesundheitsschädli-

ches Ozon. Die Hersteller bauen daher in ihre Geräte Filter ein, um den Aus-

stoß zu reduzieren. Für ältere Drucker gibt es von Drittanbietern zusätzliche

Aufsatzfilter.

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P

PAL: (Abk. für engl. Phase Alternation Line). In Westeuropa oft eingesetzte

Farbfernsehnorm, die mit einer Auflösung von 625 Zeilen und einer automa-

tischen, zeilenweisen Farbkorrektur arbeitet.

Pantone: Farbenstandard der amerikanischen Firma Pantone Inc. Das Un-

ternehmen produziert Farbfächer, liefert Standardfarbwerte für Software-

hersteller und bietet dazu die entsprechenden Druckfarben an. Inzwischen

gibt es auch Pantone-Farbfächer für Prozeßfarben und für die Simulation

von Schmuckfarben mit Hilfe des Vierfarbdrucks. In den USA ist das Pan-

tone-System weit verbreitet, in Europa gewinnt es mit wachsendem Einsatz

von DTP-Systemen ebenfalls an Bedeutung.

PARC: (Abk. für engl. Palo Alto Research Center). Legendäres Forschungs-

zentrum von Xerox, in dem unter anderem Steve Jobs wesentliche Inspira-

tionen für die Entwicklung des Macs erhielt (Mausbedienung, Desktop-

Metapher).

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P

Partikelsystem: Das in Raytracingprogrammen verwendete Verfahren be-

schreibt Funktionen, die eine große Anzahl kleiner Objekte (Partikel)

speicher- und rechenzeitoptimiert in die Szene integrieren. Digitale Schnee-

stürme, Feuerwerke oder Explosionen erstellt der Animationsdesigner übli-

cherweise mit Partikelsystemen.

Passer: Im Mehrfarbendruck die Markierungen (meist in Form eines Kreuzes

mit einem Kreis) auf Filmen, die es ermöglichen, die einzelnen Filme mit

großer Genauigkeit auf Druckplatten zu montieren. Die Passermarken müs-

sen exakt übereinander liegen, sonst kommt es zu Montagefehlern, die sich

in Form von Farbverschiebungen bemerkbar machen.

Pay per view: Neues System, TV-Programme im digitalen Fernsehen zu ver-

breiten. Der Benutzer ruft den interessanten Teil von einem Speicher ab und

bezahlt nur die Strecken, die er tatsächlich ansieht – quasi eine digitale

Videothek mit Zugang über Breitbandnetze.

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P

PCL Level V: Programmiersprache zur Steuerung von Druckern. Die von

Hewlett-Packard entwickelte Sprache beschreibt ähnlich wie –> PostScript

Buchstaben und Grafiken als mathematische Kurven. Die Sprache ist zu

einem Standard in der DOS-Welt geworden und liegt inzwischen in der

fünften Version vor.

PCMCIA-Karten: (PCI = Abk. für engl. Personal Computer Memory Card In-

ternational Association). Standard für eine systemunabhängige, miniaturi-

sierte Peripherieschnittstelle, überwiegend in tragbaren Computern einge-

setzt. Gegenwärtig gibt es drei etwa scheckkartengroße Typen, die sich in

Funktionalität und maximaler Dicke unterscheiden, aber alle dieselbe

Schnittstelle nutzen. Als Geräte im PCMCIA-Standard gibt es Festplatten,

Modems, RAM-Speichererweiterungen und ROM-Speicher mit Software.

PCX: Weitverbreitetes Rasterformat im Windows-Bereich zum Speichern von

digitalen Graustufen- oder Farbbildern. PCX entwickelte die Z-Soft Corpora-

tion als Speicherformat für ihr Programm PC-Paintbrush.

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P

PDA: (Abk. für engl. personal digital assistant). Kleine tragbare Computer,

die als intelligente Notizbücher funktionieren, Handschrift erkennen, und

die man meist mit einem Stift über einen berührungsempfindlichen Bild-

schirm bedient, Beispiel: der Newton von Apple.

PDF: (Abk. für engl. Portable Document Format). Dateiformat, das Adobe als

Standard etablieren möchte. Es dient dem plattform- und programmunab-

hängigen Datenaustausch beliebiger Seiten.

Peer-to-peer: Netzwerkstruktur ohne zentralen Datenspeicher, die die

Daten von Rechner zu Rechner weitergibt. Jeder Arbeitsplatz dient somit

zugleich als Server und als Client.

Pen-Computer: Computer, die der Anwender statt per Maus oder Tastatur

mit einem Schreibgriffel steuert, mit dem er direkt auf das Display schreibt.

Meist handelt es sich um kleine, transportable Rechner.

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P

Performance: (Englisch: Ausführung, Leistung). Im Computerbereich steht

Performance für die Geschwindigkeit, mit der ein Rechner bestimmte Pro-

grammbefehle und -vorgänge ausführt, und gilt damit als Maß für die

Leistungsfähigkeit eines Systems.

PFB: (Abk. für engl. Printer Font Binary). PFB-Dateien sind die binäre Dar-

stellung eines PostScript-Type-1-Fonts unter DOS. Der Windows-Drucker-

treiber lädt PFB-Dateien im Hexadezimalformat in den Drucker, wenn in

diesem (im ROM oder auf einer angeschlossenen Festplatte) die entspre-

chende Schrift nicht resident ist. Außerdem benötigt Adobe Type Manager

die PFB-Files für die korrekte Bildschirmdarstellung. –> PFM

PFM: (Abk. für engl. Printer Font Metrics). PFM-Dateien enthalten die Dick-

ten und Kerningwerte eines PostScript-Fonts sowie weitere schriftspezifi-

sche Informationen und stellen diese dem Windows-Druckertreiber und

damit auch den Applikationen für die Darstellung der Schrift zur Verfügung.

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P

Phase-Change-Technik: Verfahren, mit dem wiederbeschreibbare CDs ar-

beiten. Diese Technik arbeitet rein optisch. Beim Schreiben und Löschen

kann der Laser des CD-Laufwerks die Disc-Oberfläche punktuell mit zwei

unterschiedlichen Temperaturen erhitzen. Beim Abkühlen entsteht in der

Beschichtung entweder eine kristalline oder eine ungeordnete (amorphe)

Struktur. Die so beschriebenen Zonen besitzen unterschiedliche Reflexi-

onswerte, die ein CD-Laufwerk beim Auslesen als 0 oder 1 registriert.

Phong-Shading: Beleuchtungsmodell, das drei Materialeigenschaften eines

Objekts mit einbezieht: ambient, diffus und spiegelnd. Damit berücksichtigt

es Umgebungslicht, von einer unregelmäßigen Oberläche reflektiertes Licht

und Glanzlichter.

Photo CD: Photo Compact Disc. Sowohl ein spezielles Bildspeicherformat

für Compact Discs, die der Anwender am Fernseher oder Computer nutzt, als

auch ebendiesem Format entsprechende Compact Discs.

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P

PICT: (Abk. für engl. picture, dt. = Bild, Grafik). Standardgrafikformat für

Apple-Macintosh-Anwendungen.

Pink Press: Redaktionssystem auf Macintosh-Basis, bei dem alle redaktio-

nellen Daten über das Netzwerk von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz gelangen

und jeweils Layouts in Quark XPress zugewiesen sind.

Pipette: Werkzeug digitaler Bildverarbeitungen oder Grafikprogramme, um

die Farbwerte einzelner Pixel zu messen und dann als Farbwahl für andere

Tools wie Stift oder Pinsel zu nutzen.

Pixel: (Abk. für engl. picture element). Einzelner Bildpunkt auf dem Monitor

oder einem anderen Ausgabegerät. Bei einer Datentiefe von einem Bit kann

das Pixel schwarz oder weiß sein. Bei einer Datentiefe von 8 Bit sind insge-

samt 256 Abstufungen (Graustufen oder Farben) möglich, bei 24 Bit 16,7

Millionen Farben.

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P

Plotter: Gerät, um Grafiken des Computers durch diesen zeichnen zu lassen.

Ein Plotter arbeitet mit einer Anzahl von Farbstiften und wird häufig für die

Ausgabe von Konstruktionszeichnungen genutzt. Schneideplotter arbeiten

mit einem Messer anstelle des Stifts. So lassen sich Klebefolien bearbeiten,

um Beschriftungen von Autos, Messeständen und ähnliches durchzuführen.

Plug-in: Datei, die das Bildverarbeitungsprogramm Adobe Photoshop um

eine bestimmte Funktion erweitert und die inzwischen auch von anderen

Programmen wie zum Beispiel Fractal Painter genutzt werden können. Das

Plug-in muß im gleichen Verzeichnis stehen wie das Programm selbst. Viele

Hersteller bieten ähnliche Erweiterungen für ihre Softwares an; bei Quark

XPress heißen sie Extensions, bei Aldus PageMaker Additions. Bei der

Windows-Bildverarbeitung Aldus PhotoStyler heißen sie UDF-Dateien.

Polygon: Vieleck aus beliebig vielen miteinander verknüpften Linien, die

jeweils zwei Punkte auf kürzestem Wege miteinander verbinden.

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P

Portfolio-Format: Multimedia-Variante der Kodak Photo CD, die nur niedrig-

aufgelöste Abbildungen enthält, diese dafür aber mit Video, Animation und

layouteten Seiten kombiniert.

Portierung: Die Übertragung einer Software von einem Betriebssystem in

ein anderes. Dabei muß der Hersteller ihre Grundstrukturen an die Eigenhei-

ten des jeweiligen Betriebssystems anpassen. Heute programmieren die

Entwickler in sogenannten Hochsprachen wie C++, die man dann für das

jeweilige Betriebssystem kompiliert, also in seine Befehlscodes übersetzt.

Post-consumer waste: Sortierte, allerdings relativ hochwertige Papierab-

fälle, die tatsächlich im Umlauf waren und noch ein Deinking (um sie von

der Farbe zu befreien) durchlaufen mußten.

Post-Production: Alle Arbeiten, die nach der Aufnahme an einem Film erfol-

gen, beispielsweise der Schnitt und das Versehen der Bildsequenzen mit

Effekten, Überblendungen.

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P

PostScript Level 2: Erweiterte Version der Seitenbeschreibungssprache ->

PostScript, die Hersteller Adobe um viele Funktionen zur Farbverarbeitung

erweiterte und optimierte, so daß die Ausgabe von Schrift auf PostScript-

Level-2-Druckern nun erheblich schneller abläuft.

PostScript-RIP: (RIP Abk. engl. für raster image processor). Hard- und/oder

Software, die die in PostScript definierten Text-, Bild- und Grafikelemente in

eine für den Drucker oder Belichter darstellbare Form bringt; erzeugt aus

den Vektorinformationen eine Bitmapdarstellung.

PostScript: Von Charles Geschke und John Warnock in deren Firma Adobe

Systems entwickelte Programmiersprache zur Beschreibung von grafischen

Objekten und Schriftzeichen zur Übertragung vom Computer zum Drucker

oder Laserbelichter.

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P

Pre-consumer waste: Papierabfälle, die bei der Produktion entstehen, etwa

beschädigte Rollen, Schneidereste und Fehlproduktionen, aber auch Reste

aus der weiterverarbeitenden Industrie (Buchbindereien, Druckereien) –

also Papiere, die nicht bis zum Endverbraucher gelangt sind.

Preflighting: Softwareseitiges Simulieren des Ausgabeprozesses. Anstelle

eines Hardware-RIPs in einem Drucker oder Belichter übernimmt ein Soft-

ware-RIP die Verarbeitung der Ausgabedatei und bereitet sie für die Anzeige

am Bildschirm auf. Mögliche Probleme lassen sich so erkennen, ohne Aus-

gabematerial zu verbrauchen.

Printserver: Ein Rechner im Netzwerk, der den Datenfluß zu einem oder

mehreren Druckern steuert und eingehende Druckaufträge in einer Warte-

schlange verwaltet. Diese arbeiten dann die Drucker nacheinander ab.

Moderne Printserver enthalten oft auch Software-RIPs, die gleichzeitig die

Rasterung der zu druckenden Seiten übernehmen.

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P

Proportionalziffern: Die Ziffern nehmen den Raum ein, der ihrer optischen

Breite entspricht, eine 1 also weniger als eine 8.

Prozeßfarben: Farben, die man im Vierfarbdruck als Mischfarben aus den

Grundfarben Cyan, Maganta, Gelb und Schwarz erzeugt.

PS-Printfiles sind Dateien, die Seitenbeschreibungen in Form eines Post-

Script-Programms enthalten; der Nutzer generiert sie, indem er die Ausgabe

statt auf den Drucker in eine Datei umleitet. Unter Windows übernimmt der

Anschluß „FILE“ diese Aufgabe, sofern nicht die Anwendung selbst diese

Möglichkeit bietet. Solche Printfiles lassen sich anschließend auf beliebigen

PostScript-Druckern oder -Belichtern ausgeben, wenn sie keine allzu gerä-

tespezifischen Funktionen nutzen (zum Beispiel spezielle Papierschächte

oder -formate). Hinsichtlich der erlaubten Operatoren unterliegen sie keinen

Einschränkungen und können auch mehrere Seiten enthalten. Um solche

Dateien importieren zu können, ist ein kompletter PostScript-Interpreter er-

forderlich – eine Möglichkeit, die zum Beispiel Corel Draw! 5.0 bietet.

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P

Pulldown-Menü: Standardelement bei grafischen Benutzeroberflächen.

Nach Anwahl des Menüs mit der Maus klappt eine Liste von Befehlen in

einem Fenster nach unten auf. Dort aktiviert der Anwender die einzelnen

Anweisungen ebenfalls mit der Maus.

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Q

Queue: In der Verwaltung von Computernetzwerken, Warteschlange, die

sich üblicherweise ergibt, wenn mehrere Druckaufträge eintreffen, bevor die

vorhergehenden abgearbeitet sind.

Quickdraw GX: (GX Abk. für engl. graphics extension) verbesserte Variante

von Quickdraw, die vor allem auch die Quickdraw GX-Schriften unterstützt.

QuickDraw: Teil des Macintosh-Betriebssystems, der zuständig ist für die

Darstellung und die Funktionalität der grafischen Benutzeroberfläche

(Menüleisten, Ordner, Buttons, Papierkorb und so weiter).

QuickTime: Teil des Macintosh-Betriebssystems, der zuständig ist für die

Verarbeitung von zeitbasierten Daten (bewegte Bilder, Töne) und die Kom-

primierung von Bilddateien, die auf dem Mac verwendet werden.

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R

RAM: (Abk. für engl. random access memory). Beschreibbarer Arbeitsspei-

cher eines Computers. Im Gegensatz zum –> ROM, der nur das Lesen der

gespeicherten Informationen zuläßt, kann das RAM frei mit Programmen

oder Daten beschrieben werden. Die Bausteine benötigen zur Speicherung

eine ständige Stromversorgung – fällt dieser aus, gehen alle Daten verloren.

Rasterfrequenz, Rasterweite: Feinheit eines Rasters als Maß für den Druck

auf unterschiedlichen Papieren. Feine Raster mit hohen Frequenzen (zum

Beispiel 60 oder 80 Linien pro Zentimeter) verlangen für den Druck gestri-

chene Papiere (Kunstdruck). In Deutschland erfolgt die Angabe der Raster-

frequenz in Linien pro Zentimeter, in Amerika in lines per inch (lpi). Ein 60er

Raster (Rasterfrequenz 60 Linien pro Zentimeter) enthält 60 mal 60 gleich

3600 Rasterzellen pro Quadratzentimeter.

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R

Rasterwinkelung: Die Stellung der Rasterlineatur für die Produktion von

Rasteraufnahmen. Die Standardwinkelung (DIN 16547) beträgt 0 Grad für

Yellow, 15 Grad für Magenta, 75 Grad für Cyan und 135 Grad für Tiefe

(Schwarz). Sie ist die technische Voraussetzung, um eine störende Muster-

bildung (Moiré) beim mehrfarbigen Übereinanderdruck zu vermeiden.

Raytracing: Dieses Verfahren nutzt imaginäre Lichtquellen, eine simulierte

Kamera und im 3-D-Modeller erstellte Objekte. Es beachtet durch das Zu-

rückverfolgen von Lichtstrahlen eine Vielzahl physikalischer und optischer

Gesetze, um eine möglichst realitätsnahe Abbildung der Objekte im virtuel-

len Raum zu erreichen.

Recorder: Im DTP die tatsächliche Belichtungseinheit eines Laserbelichters,

also das Geräteteil, in dem ein Laserstrahl über eine Umlenkoptik die Daten

auf Film oder Fotopapier belichtet.

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R

Registerhaltigkeit (EBV): Ausgleich von im Druck auftretenden Paß- und

Druckregisterdifferenzen.

(Typografie: Die Zeilen der Spalten auf einer Seite

stehen auf gleicher Höhe.)

Rendering: Berechnen realer Abbilder von räumlichen Computermodellen.

Inzwischen auch in der Bildbearbeitung anzutreffender Begriff, der die

Komplettberechnung von Feindaten beschreibt, von denen zuvor nur die

Grobdaten montiert wurden. Beim Rendering greift das Programm auf die

hochaufgelösten Bilder zurück und berechnet mit ihnen die Montage. Live

Picture oder Collage sind Macintosh-Programme, die diese Technik ein-

setzen.

ResEdit: (Abk. für engl. Resource Editor). Programm der Macintosh-Entwick-

lerumgebung, mit dem sich sogenannte Ressourcen bearbeiten lassen.

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R

Ressourcen: In der DOS-Welt Elemente, die im Netz zur Verfügung stehen

(Daten, Programme, Speichermedien, Drucker, Fax et cetera). Beim Macin-

tosh auch Programmroutinen oder -elemente (etwa die Dialogboxen), die

das Betriebssystem allen Applikationen zur Verfügung stellt.

Retrievalsystem: Software, die den Aufbau und die Verwaltung von Daten-

banken ermöglichen. Ihr Aufbau ist besonders darauf orientiert, bestimmte

Daten schnell, flexibel und zuverlässig finden und herunterladen zu können.

RGB: (Abk. für Rot, Grün, Blau). Der aus den drei Grundfarben bestehende

Farbraum für die additive Farbmischung, mit der beispielsweise Computer-

monitore arbeiten.

RIP: (Abk. für engl. raster image processor). Hard- und/oder Software, die

aus Texten, Fotos und Grafiken in Form von mathematischen Seitenbe-

schreibungssprachen (PostScript, PCL) Pixelmuster errechnet.

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R

RISC: (Abk. für engl. reduced instruction set computer). Prozessoren für

Mikrocomputer, die mit einem reduzierten, einfachen Befehlssatz ausge-

stattet sind, der sich schneller abarbeiten läßt und so die interne Arbeitsge-

schwindigkeit erhöht. Nur die häufigsten Befehle sind im Prozessor verfüg-

bar, seltenere, komplexe Operationen muß man aus den vorhandenen

Befehlen zusammensetzen. RISC-Prozessoren benötigen weniger Transisto-

ren für dieselbe Leistung, damit auch weniger Strom und weniger Silizium.

Deshalb sind sie auch preiswerter als die bisher üblichen CISC-Prozessoren.

Rolltitel: Über den Bildschirm laufende Schrift, beispielsweise im Abspann

eines Films.

ROM: (Abk. für engl. read only memory), Nur-Lese-Speicher. Elektronischer

Bauteil eines Computers, der bestimmte Informationen speichert, zum Bei-

spiel das Betriebssystem.

Römische Capitalis: Urform der lateinischen Großbuchstaben-Alphabete.

Als beispielhaft die Inschriften der Trajan-Säule in Rom.

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R

Rotoscoping: Elektronische Einzelbildretusche einer Video- oder Bildse-

quenz, um beispielsweise Bildelemente oder Farben hinzuzufügen oder zu

entfernen.

Routen: (engl. dt. = Umleiten). Herstellen einer Verbindung zwischen zwei

Netzen.

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S

SAA: (Abk. für engl. Systems Application Architecture). Standard für

Benutzeroberflächen, den IBM 1987 einführte und etwa bei OS/2

implementierte.

Saikaku-Chip: Spezialchip der Firma Ricoh, der in einem Scanner das

Zusammenspiel der Komponenten Beleuchtung und Motor optimiert.

Sampling: Aufzeichnung und Digitalisierung einer Audiosequenz (Musik,

Töne, Geräusche, Sprache), um sie mit dem Computer zu bearbeiten

und/oder sie in anderem Zusammenhang weiterzuverwenden.

SAPI-Treiber: (Abk. für engl. Scanner Application Programming Interface)

SAPI ist ähnlich wie -> TWAIN ein von mehreren Herstellern definierter

Standard, um Scanner zu steuern. So ersparen sie den Softwareproduzen-

ten, für jedes einzelne Modell einen neuen Treiber zu entwickeln.

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S

Satzspiegel: Die mit zu druckenden Elementen bedeckte Fläche einer Seite,

mit Ausnahme der Seitenzahl. Der auf der ersten Seite angelegte Satzspie-

gel gilt in der Regel für die ganze Drucksache.

SB: (Abk. für Schmalbahn). Bei derart bezeichneten Papierformaten verläuft

die kürzere („schmalere“) Seite quer zur Laufrichtung der Papiermaschine.

Die Richtung der Fasern liegt parallel zur längeren Seite des Formats. –>

BB

Scanline-Renderer: Die hinter einem Scanline-Renderer stehenden Algo-

rithmen unterscheiden sich in Realitätsnähe und Geschwindigkeit vom –>

Raytracing. Der Scanline-Renderer verzichtet auf die Berechnung von Schat-

ten, Lichtreflexionen und Spiegelungen, ist aber dafür erheblich schneller.

Scannen: Erfassen von Bildern (Aufsicht- und Durchsichtvorlagen) mit spe-

ziellen Abtastgeräten (Scannern) und anschließende Speicherung in digita-

ler Form.

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S

Schiel- und Paralleltechnik: Durch diese Sehweisen stellt sich bei der

Betrachtung von -> Autostereogrammen eine dreidimensionale Wirkung

ein. Bei der Schieltechnik fokussiert man einen Punkt, der vor der Bildebene

liegt, und läßt die Blickachsen sich kreuzen. Bei der Paralleltechnik fokus-

siert man einen Punkt, der hinter der Bildebene liegt, und richtet die

Blickachsen möglichst parallel zueinander aus.

Schmitz: Der Schmitz ist das wesentliche Erkennungsmerkmal des Buch-

drucks. Durch den mechanischen Druck, der die Bleibuchstaben reliefartig

auf das Papier preßt, entstehen an den Kanten der Buchstaben geringfügige

Quetschränder, und die Farbe tritt über das eigentliche Schriftbild hinaus.

Im Durchschnitt beträgt dieser Überschuß ungefähr 0,015 Millimeter.

Schmuckfarben: Farben, die man als Vollton druckt und für die man bei der

Farbseparation jeweils einen Auszug erstellt.

Schmutztitel: Erste Seite eines Buchs, auf der nur Autorenname und Titel

stehen.

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S

Schuß-Gegenschuß: Um Szenen nicht immer in einer Einstellung vollstän-

dig erfassen zu müssen, nimmt man zwei korrespondierende Blickwinkel

(beispielsweise bei Dialogen die Sicht der beiden Gesprächspartner) auf.

Screen: (engl. dt. = Bildschirm, Monitor).

Screenfonts: Bitmapdarstellungen von Schriften, die die Rechner für die

Bildschirmausgabe verwenden, falls sie nicht über Adobes Type Manager

verfügen oder TrueType-Outlines automatisch in Bildschirmzeichen um-

setzen können. Am Macintosh enthalten die Screenfonts auch die Lauf-

weiteninformationen.

Scriptsprache: Leistungsfähige Softwares enthalten in der Regel eine

eigene Programmiersprache, mit der der Anwender Programme für häufig

vorkommende Arbeitsabläufe schreibt, so daß diese, per Befehl aktiviert,

automatisch ablaufen. Auch auf Betriebssystemebene etwa mit AppleScript

möglich.

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S

Scrollen: Englischer Ausdruck für das zeilenweise Verschieben nach oben

oder nach unten von Text oder Bildern auf dem Bildschirm. Fensterober-

flächen wie die von Macintosh, Windows, OS/2 oder OSF Motif besitzen am

Rand eines Fensters Scrollbalken, mit denen der Anwender diese Bewegung

durchführt.

SCSI: (Abk. für engl. small computer system interface). Standardisierte

Schnittstelle zur schnellen Datenübertragung zwischen Computer und Peri-

pheriegerät. Sie dient schwerpunktmäßig dem Anschluß von Festplatten,

Wechselplattenlaufwerken und anderen Speichermedien, vielfach aber auch

zur Verbindung eines Druckers mit dem Computer. Während Apple-Compu-

ter serienmäßig über diesen Anschluß verfügen, muß man IBM-kompatible

Rechner mit einer Zusatzkarte ausstatten, um das SCSI-Interface integrieren

zu können.

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S

Secam: (Abk. für frz. Séquentielle couleur a mémoire). In Frankreich und

Osteuropa eingesetzte Fernsehnorm, die mit einer 625-Zeilen-Auflösung

arbeitet.

Sedcard: Vereinheitlichte Karteikarten, die Fotos und Daten von Fotomodel-

len enthalten. Benannt sind sie nach Sebastian Sed, der sie in seiner Agen-

tur Parker Sed als erster einsetzte.

Semiotisch: Die Lehre vom Gebrauch der Zeichen betreffend.

Separation: Aufschlüsselung von Farbbildern in die einzelnen Farben für

den Druck. Im Vierfarbdruck sind das die Farben Cyan, Magenta, Gelb und

Schwarz, sowie eventuell noch zusätzliche Schmuckfarben, die bei einem zu

druckenden Bild enthalten sind. Unter der Bezeichnugn Hifi-Color sind auch

Separationen in bis zu sieben Farben üblich.

Serielle Schnittstellen: Genormte Schnittstellen zur seriellen Datenüber-

tragung vom und zum Computer, beispielsweise RS 232 und RS 422.

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S

Serifen: Endstriche der Antiquabuchstaben, zum Beispiel als Abschluß der

Grundstriche zur Schriftlinie.

Server: (gespiegelter) Netzwerkcomputer mit Speichermedien, beispiels-

weise Festplatten, auf die alle in das Netz integrierten Computer zugreifen

können. Gespiegelte Server arbeiten parallel mit jeweils zwei Festplatten,

die identische Dateninhalte speichern. Dadurch kann beim Ausfall eines der

Medien das andere ohne Datenverluste ersetzen. Eine Sonderform gespie-

gelter Server sind sogenannte RAID-Systeme.

Server: Computer, der in einem Netzwerk Leistungen erbringt und Ressour-

cen wie Festplatten oder Drucker respektive Belichter zur Verfügung stellt.

Verwendet man einen Server gleichzeitig als Arbeitsstation, wie zum Bei-

spiel in Peer-to-peer-Netzwerken, spricht man auch von einem non-dedica-

ted server, andernfalls vom dedicated server.

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S

Set-Top-Box: Spezialisierter Grafik- und Kommunikationscomputer, den

man an den Fernsehapparat anschließt. Die Set-Top-Box ermöglicht Dienste

wie Video auf Abruf, elektronische Kataloge mit Bestellmöglichkeit und so

weiter. Sie bildet die Schnittstelle, die die Daten in beide Richtungen an die

Breitbandnetze übergibt.

SGML: (Abk. für engl. Standard Generalized Markup Language). Internatio-

naler Standard (ISO-Norm 8879), der hierarchische Auszeichnungen von

Dokumenten festlegt. Zum Beispiel schreibt das Pentagon SGML für alle

technischen Dokumentationen vor. Er kennzeichnet Überschriften für ein-

zelne Kapitel und Absätze, beschreibt also eindeutig die Struktur eines

Dokuments.

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S

Shading: Berechnung der Wirkung von Lichtquellen, die auf ein vom Com-

puter am Bildschirm dargestelltes dreidimensionales Objekt strahlen. Hier-

unter fallen Schattenwurf auf dem Objekt selbst beziehungsweise durch das

Objekt sowie Überlagerungseffekte durch verschiedenfarbige Lichtquellen

und ähnliches.

Shared Drives: Zusätzliche Laufwerke, die über das Netz zur Verfügung

stehen.

Signatur: In der Kartographie alle Symbole, die auf Objekte hinweisen, wie

Kirchen-, Raststätten-, Straßensymbol und so weiter.

Single-pass-Technik: Eigenschaft moderner Farbscanner, die alle drei

Grundfarben von RGB (Rot, Grün, Blau) in einem Scandurchgang erfassen.

Site-Licence: Software-Lizenzvertrag, der für ein gesamtes Unternehmen

gilt und festschreibt, wie viele Versionen eines Programms dort gleichzeitig

genutzt werden dürfen.

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S

Softfonts: Schriften in Form von Programmen, die der Computer zu Beginn

des Druckvorgangs in den Arbeitsspeicher des Druckers lädt. –> Type-1-

oder TrueType-Schriften sind solche Miniprogramme.

Softproof: Als Softproof bezeichnet man das verbindliche Begutachten von

Dokumenten am Bildschirm, ohne einen Probedruck oder einen Proof auf

Papier zu erstellen.

SoftRipping: Eine ab 1987 für das Layoutprogramm Calamus entwickelte

Technologie, die es erlaubt, ohne kostspielige Hardware-RIPs Text, Vektor-

und Pixelgrafik gleichermaßen auf beliebige rasterorientierte Geräte wie

Bildschirm, Drucker oder Belichter auszugeben.

Solid-Modeller: Editor für das Erstellen dreidimensionaler Objekte. Der

Solid-Modeller basiert auf Volumengeometrie, das heißt, Objekte bestehen

aus einfachen, geometrischen Grundkörpern. Das hat Berechnungs- und

damit Geschwindigkeitsvorteile des –> Raytracings zur Folge.

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S

Sparc Station: -> RISK-Workstation auf Basis des von Sun entwickelten

Sparc-Chips. Arbeitet unter dem Unix-Betriebssystems des Herstellers.

Sperren: Eine Möglichkeit der Schriftauszeichnung, bei der die Abstände

der Buchstaben geringfügig und gleichmäßig vergrößert werden.

Splatter-Effekt: Fachbegriff aus der Filmindustrie. Splatterfilme sind

Horrorfilme mit extremen Effekten wie spritzendem Blut, abgetrennten

Gliedmaßen und so weiter, die der Film fast hyperrealistisch zeigt.

Spline: Ursprünglich englische Bezeichnung für ein biegsames Kurvenlineal,

heute verwendet als Begriff für mathematische Kurvenfunktionen, mit

denen sich zum Beispiel Buchstabenkonturen beschreiben lassen. Nach

dem der Funktion zugrunde liegenden Polynom und den dadurch möglichen

Freiheitsgraden unterscheidet man unter anderem zwischen quadratischen

und kubischen Splines (–> Bézierkurven).

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S

Spoolen: Speichern eines zu druckenden Dokuments in einem Zwischen-

speicher, der sich entweder im RAM-Speicher eines Rechners befindet oder

auf dessen Festplatte beziehungsweise auf denselben Speichermedien im

Drucker. Wenn das Dokument gespoolt ist, überträgt die Spooler-Software

die Daten an das Druckwerk. Der Rechner ist für andere Aufgaben frei,

sobald er die Daten an den Spooler übergeben hat.

SQL: (Abk. für engl. Standard Query Language). Abfragesprache für relatio-

nale Datenbanken, die in Form von standardisierten Befehlen eine Datenab-

frage über verschiedene Plattformen hinweg ermöglicht.

SQL-Server: Ein Rechner im Netzwerk, der Speichermedien verwaltet, deren

Inhalte als Datenbank organisiert sind, welche der User mit der Standard

Query Language (SQL) abfragen kann. Auf diese Weise gehen nur die Daten

vom Netzwerk zu den einzelnen Computern, die er tatsächlich gerade bear-

beitet.

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S

Stützpunkte: In der Vektorgrafik Punkte, die die Kontur eines Objekts, bei-

spielsweise eines Buchstabens, festlegen. Die Verbindungslinien werden

mathematisch berechnet.

Stylesheet: (engl. für -> Druckformatvorlage). Auflistung bestimmter

Layoutvorgaben, die per Befehl auf ein Dokument oder einen aktivierten

Dokumententeil angewandt werden.

SuperATM: Verbesserte Version von Adobe Type Manager (–> ATM), die zu

allen verwendeten Zeichensätzen Ersatzschriften auf der Basis von Multiple-

Master-Schriften generiert, die in der Anmutung den Originalschriften ent-

sprechen und es ermöglichen, Dokumente korrekt darzustellen, auch wenn

die Originalschriften fehlen.

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S

Supercomputer: Die derzeit leitungsfähigsten Computer, die in der For-

schung und bei extrem rechenintensiven Arbeiten wie dreidimensionalen

Simulationen zum Einsatz kommen. Sie arbeiten mit zum Teil mehreren tau-

send parallelen Prozessoren; bekannte Geräte sind die von Cray oder

Thinking Machines.

SWOP: (Abk. für engl. specification for web offset publications). Amerikani-

scher Standard für die Druckfarben. Er legt ähnlich der europäischen Nor-

mung durch die Euroskala fest, welche Farbwerte die Prozeßfarben Cyan,

Magenta, Gelb und Schwarz haben sollen.

Systemintegrator: Firmen, die sich darauf spezialisiert haben, komplexe

Installationen von Computern und Peripherie zu planen und zu installieren.

Der Kunde erhält bei einem Systemintegrator alles schlüsselfertig aus einer

Hand, auch wenn die einzelnen Komponenten von unterschiedlichen Her-

stellern stammen.

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T

TARGA: Bilddatenformat aus der Workstation-Welt, ähnlich wie TIFF, mit 16-

Bit oder 32 Bit-Farbtiefe (Dateikürzel: tga).

TCO 92: Bei dieser strengen schwedischen Norm handelt es sich um eine

Weiterentwicklung der für die Strahlungsarmut von Monitoren bürgenden

TCO-91-Plakette. Neben geringen Werten für die abgegebene Strahlung muß

ein Monitor mit TCO-92-Logo auch eine Energiesparschaltung besitzen.

TCP/IP: (Abk. für engl. Transmission Control Protocol/Internet Protocol dt.

= Übertragungssteuerungs- und -Internet-Protokoll). In den USA entwickel-

tes Kommunikationsprotokoll für die Datenübertragung in Weitnetzen. Es

entspricht weitgehend den unteren vier Schichten des OSI-Kommunika-

tionsprotokolls.

Templates: Mustervorlagen für ein Dokument, die wesentliche Layoutele-

mente enthalten, sozusagen ein Layoutskelett, das der Anwender mit je-

weils neuen Inhalten füllt.

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T

Textur: Eine Oberflächenstrukur, die ein bestimmtes Material simuliert, wie

Holz, Sandpapier, Aluminium und so weiter.

Texture-Mapping: Bei der Berechnung von Bildern (–> Raytracing) lassen

sich 3-D-Objekte mit Bitmapgrafiken umwickeln. Projiziert der Anwender

das Bild einer Backsteinmauer auf ein Polygon, so erscheint es im Raytracer

als Backsteinwand, ohne daß er jede Fuge und jeden einzelnen Stein model-

lieren muß.

TGA (TARGA/Truevision): Dateikennungskürzel für das in DOS-Umgebun-

gen verwendete Grafikformat -> TARGA.

Thermosublimationsdrucker: Farbdrucker, der die Farben der Trägerfolien

in einen gasförmigen Zustand verwandelt, die anschließend in das notwen-

dige Spezialpapier eindringen.

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T

Thermotransferdrucker: Drucker, der mit Hilfe von Hitze Farbpartikel von

einer Trägerfolie auf das Papier überträgt. Ein Verfahren, das besonders bei

preiswerten Farbdruckern zum Einsatz kommt.

Thumbnails: Verkleinerungen von Bildern, Illustrationen oder ganzen

Seitenlayouts zur Übersicht und zur Unterstützung der Auswahl.

Thumbprints: Briefmarkengroße Voransichten von Original-Grafikdateien in

geringer Auflösung zur Übersicht und vielfach auch zur Unterstützung der

Auswahl.

TIFF: (Abk. für engl. tagged image file format). Verbreitetes Format zum

Speichern von digitalen Bildern mit Graustufen oder in Farbe als Bitmap-

Daten. Letztere speichern für jeden einzelnen Bildpunkt entsprechende

Informationen.

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T

TokenPass: In TokenRing- und FDDI-Netzwerken verwendetes Verfahren der

Zugriffskontrolle auf das Netz. Die Rechner eines Netzwerks reichen unter-

einander Datenpakete (Tokens) weiter. Nur der Computer, der das Token

zuletzt bekommen hat, darf Daten versenden.

Toner: Feine Partikel, die innerhalb eines Laserdruckers mit Hilfe einer

Belichtungs- und Fixiereinheit auf das Papier gelangen.

Tonwert: Der Schwärzungsgrad des fotografischen Filmmaterials. Bei der

Offset-Filmbelichtung ist er mit dem Rasterwert identisch. Exakt läßt sich

der Tonwert nur densitometrisch bestimmen. Als Tonwert oder Rasterton-

wert bezeichnet man die relative Schwärzung des Papiers oder Films: relativ

zur Gesamtfläche. Bei einem Tonwert von 100 Prozent bedeckt die Farbe 100

Prozent der verfügbaren Fläche, bei einem Tonwert von 50 Prozent entspre-

chend die Hälfte.

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T

Tonwertzunahme: Beim Druck einer Rastervorlage, beispielsweise von

einem Bild, nimmt der Tonwert gegenüber der Vorlage zu und zwar unter-

schiedlich stark: Mitteltöne verdunkeln sich stärker als helle Bereiche. Die

sogenannte Druckkennlinie beschreibt den Zusammenhang zwischen Ton-

wert und Tonwertzunahme.

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T

Tonwertzuwachs: Zunahme eines im DTP-Programm definierten Grautons

etwa von zehn Prozent auf einen höheren Wert im gedruckten Dokument

durch mehr Farbe auf der Seite. Der Tonwertzuwachs entsteht in mehreren

Stufen. Idealerweise ist der zu belichtende Pixel quadratisch beziehungs-

weise rechteckig (Windows) – so verwaltet ihn jedenfalls der Computer. Der

Laserbelichter kann mit seinem fokussierten Laserstrahl nur runde Punkte

erzeugen. Um die gleiche Fläche abzudecken, sollte der Laserpunkt dem-

nach etwas kleiner sein als das Quadrat des Pixels. Er ist jedoch statt des-

sen meist etwas größer. Bei der Kopie des Filmmaterials auf die Druckplatte

entsteht durch leichte Unschärfen ebenfalls ein größerer Punkt. Den

weitaus größten Zuwachs gibt es jedoch beim Druck, da jedes Papier die

Farbe aufsaugt und der Punkt daher eine etwas größere Fläche abdeckt, als

er eigentlich sollte.

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T

Tottasten: Vom englischen deadkey. Tasten, die erst in Kombination mit

einer zweiten die Anzeige eines bestimmten Zeichens auslösen. Üblicher-

weise funktionieren Akzenttasten als Tottasten und ermöglichen so eine

effiziente Erzeugung akzentuierter Zeichen.

Tracking: Schriftgradabhängige Laufweitenkontrolle.

True Color: Überbegriff für die Darstellung von 16 777 216 Farben. Dies ent-

spricht einer Farbtiefe von 24 Bit.

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T

TrueType GX: (GX = Abk. für engl. Graphical Extension). Von Apple im

Zusammenhang mit System 7.5 und QuickDraw GX entwickeltes neues,

erweitertes Schriftenformat, das auf TrueType- und Type-One-Outlines

basiert und den Zeichenumfang des Unicode sowie zum Teil auch nicht-

lateinische Schriften umfaßt. Es zeichnet sich dadurch aus, daß es neben

der reinen Fontinformation auch Tabellen über die Eigenschaften der Zei-

chen enthält, aus denen hervorgeht, welche Zeichenvarianten in bestimm-

ten Zusammenhängen zum Einsatz kommen: zum Beispiel Ligaturen statt

zweier Einzelzeichen (kontextabhängige Zeichensubstitution). Bei GX-Fonts

läßt sich neben dem Kerning auch das Tracking einstellen. Ferner sind ein

automatischer optischer Randausgleich und Fontvariationen ähnlich wie bei

Multiple-Master-Schriften möglich, allerdings mit bis zu mehreren Dutzend

Variablen.

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T

TrueType Open: Schriftenformat im Zusammenhang mit Windows, das

Microsoft 1995 einführen will. Es basiert auf der TrueType-Technologie,

umfaßt jedoch den erweiterten Zeichensatz nach Unicode und eignet sich

daher auch für nichtlateinische Schriften wie Chinesisch oder Japanisch.

TrueType: Schriftenformat, das wie PostScript den Umriß eines Buchsta-

bens als mathematische Beschreibung speichert. Apple und Microsoft ent-

wickelten dieses Format, um Schriften in ihre neuen Betriebssysteme Apple

7.0 und Windows 3.1 einzubauen. Diese Konkurrenz brachte PostScript-

Erfinder Adobe dazu, das bis dahin verschlüsselte Schriftenformat Type 1

offenzulegen.

TWAIN: Von den Firmen Aldus, Caere, Kodak, Hewlett-Packard und Logitech

federführend entwickelte standardisierte Softwareschnittstelle für Scanner,

über die sich alle Scannerfunktionen per Software steuern lassen. Geräte,

die diesem Standard entsprechen, lassen sich aus jedem TWAIN-kompatib-

len Programm heraus steuern.

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T

Type-1-Schriften: Schriften, die ihre Beschreibung in Form von PostScript-

Befehlen speichern. Das von Adobe entwickelte Format ist zu einem Stan-

dard in der Druckvorstufe geworden.

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U

Überfüllung: Ein Verfahren, das beim Mehrfarbendruck dafür sorgt, daß

sich zwei aneinandergrenzende Farbflächen leicht überlappen, so daß auch

bei geringen Ungenauigkeiten in der Bogenmontage keine weißen Stellen

als sogenannte Blitzer auftauchen. Bei diesem Verfahren muß stets die hel-

lere Farbe die dunklere überlappen.

UCR/GCR: (Abk. für engl. under cover removal/gray component replace-

ment). Die Farbe Schwarz entsteht im Druck durch das Übereinander-

drucken von Cyan, Magenta und Gelb – allerdings mit einem Stich ins Grün-

liche oder Bräunliche. Daher druckt man Schwarz als zusätzliche Farbe mit.

UCR reduziert an den Stellen, an denen nur Schwarz erscheinen soll, die

anderen drei Farbkomponenten Cyan, Magenta und Gelb und vermeidet

damit unnötigen Farbauftrag.

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U

Undo/Redo: Programmfunktion, um einen Befehl rückgängig zu machen

beziehungsweise doch wieder geschehen zu lassen. Inzwischen gehen die

Hersteller dazu über, nur vom Arbeitsspeicher abhängige Undos zuzulassen,

so daß der Anwender nicht nur den letzten Befehl, sondern eine beliebige

Anzahl annullieren kann.

Unix: Klassisches Multitasking-Betriebssystem für Workstations, das einen

hochleistungsfähigen Rechner erfordert. Daher sind Unix-Computer erst in

letzter Zeit für DTP-Anwender interessant geworden. Inzwischen bieten viele

Hersteller Unix-Derivate, also Dialekte und Erweiterungen des ursprüngli-

chen Systems. Next zum Beispiel nutzt den Dialekt Mach, der unter der gra-

fischen Benutzeroberfläche mit Display-PostScript agiert.

Unterlänge: Die Länge von Buchstaben wie g, j, p, q zwischen der Schrift-

linie und dem unteren Buchstabenende.

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U

Unterschneidung: (dt. für engl. kerning). Das Zusammen- oder Auseinan-

derrücken von Buchstabenpaaren (auch: pair-kerning), etwa großes T und

kleines e, damit diese nicht durch unpassende Abstände die Ästhetik des

jeweiligen Schriftbilds zerstören. Erfolgt eine solche Korrektur automatisch,

spricht man von einer -> Ästhetikfunktion oder einem -> Ästhetikpro-

gramm.

Unziale: Mittelalterliche griechische und römische Buchschrift aus gerunde-

ten Großbuchstaben (griechische Unziale 4. bis 12. Jahrhundert, römische

Unziale 4. bis 8. Jahrhundert).

Update: Aktualisierte Version einer Software, die registrierte Anwender

meist zu einem Bruchteil des Preises des ursprünglichen Programms erhal-

ten.

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U

URL: (Abk. für engl. uniform resource locator). Es handelt sich um einen

Standard, um im Internet Dateien zu beschreiben beziehungsweise ihre

A d r e s s e a n z u g e b e n . E i n B e i s p i e l f ü r e i n U R L i s t

„*file://wuarchive.wustl.edu/mirrors/msdos/graphics/gifkit.zip“. Der vor

dem Doppelpunkt stehende Teil dieser Beschreibung bestimmt die Zu-

griffsmethode und ist davon abhängig, ob es sich um eine -> HTML-Datei

oder andere Dateien handelt. Nach den zwei Schrägstrichen erfolgt die

Ortsangabe (Rechner), auf dem die Datei zu finden ist.

USM: (Abk. für engl. unsharp mask) –> Filter in Bildverarbeitungspro-

grammen. Er schärft das Bild durch Verstärkung der Komplementärfarben

der Bildkonturen.

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V

VAR: (Abk. für engl. value added reseller). Vertriebspartner von Herstellern,

die deren Produkte durch Zusatzleistungen (Service, Kombination mit ande-

ren Produkten, Umbau und Anpassung an bestimmte Einsatzbereiche) auf-

werten und weiterverkaufen.

VBN: (Abk. für Vermittelndes Breitbandnetz). Breitbandnetze mit hoher

Datenübertragungskapazität, die man wie das Telefon im Selbstwahlverfah-

ren benutzen kann.

Versalien: Großbuchstaben einer Schrift.

Vertikaler Keil: Eine Art Blocksatz des Durchschusses, also des Zeilenab-

stands. Die Zeilenabstände werden so vergrößert, daß der Text eine Spalte

oder einen Textrahmen, der auch über mehrere Seiten gehen kann, von

oben bis unten ausfüllt. Man spricht auch von vertikalem Austreiben.

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V

VGA-Grafikkarte: (VGA = Abk. für engl. Video Graphics Adapter). Analoge

Grafikkarte für PCs von IBM und kompatible, die über einen eigenen Bild-

speicher von 256 Kilobyte verfügt.

Videobeamer: Fernsehprojektoren, die RGB-Signale aus Computern auf

Leinwände projizieren und im Präsentationsbereich zum Einsatz kommen.

Videodigitalisierer: Spezielle Grafikkarten, die analoge Videosignale in digi-

tale Bilddaten umwandeln. Sie heißen auch Framegrabber, da sie Frames

(Einzelbilder) einfrieren und digitalisieren können.

Videodigitizer: ->Videodigitalisierer.

Videograbber-Card: Spezielle Erweiterungskarte für Computer, zum Einle-

sen, sprich „Greifen“ (von engl. grab) und Digitalisieren von Videosignalen.

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V

Virtual Memory Management: Virtuelle Speicherverwaltung. Da für um-

fangreiche Programme wie Bildverarbeitungen der Arbeitsspeicher des PCs

praktisch nie ausreicht, nutzen die Computerhersteller Teile der Festplatte

als Arbeitsspeicher. Diese werden nahtlos mit dem RAM verbunden und

können von den Programmen als eine Einheit adressiert werden. Alle DTP-

Systeme wie Macintosh-Computer, Windows-Rechner oder Unix-Worksta-

tions nutzen diese Technik. Da Festplatten jedoch erheblich langsamer

arbeiten als RAM-Chips, sinkt die Gesamtleistung des Computers. Virtuelle

Speicherverwaltung ist daher nur eine Notlösung, die einen echten Arbeits-

speicher nicht ersetzen kann.

Virtual reality: –> Cyberspace

Volumenmodell: Zeigt eine dreidimensionale Grafik neben den äußeren

Kanten und Flächen auch die innere Struktur eines Objekts, handelt es sich

um eine Volumenmodell.

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W

WAN: (Abk. für engl. Wide Area Network). Das Weitbereichsnetz verbindet

Computer und Peripheriegeräte über große Entfernungen miteinander.

Typischerweise bringt es dabei verschiedene lokale Netzwerke (LANs)

zusammen, die sich an verschiedenen Orten oder sogar in unterschiedlichen

Ländern befinden, und zwar mittels Telefonleitungen beziehungsweise ->

ISDN oder -> ATM. Als lokale Schnittstelle zwischen verschiedenen LANs

dienen -> Bridges, -> Router und -> Gateways, wobei Gateways Netze

unterschiedlicher Netzwerkarchitektur koppeln.

Wasserfall: Im Satzbereich vertikale weiße Linien, die durch unglücklich

übereinanderstehende Wortzwischenräume in Absätzen entstehen.

WIN.INI-Datei: ASCII-Datei, die die grafische Benutzeroberfläche Windows

auf einem DOS-PC automatisch speichert und bei jedem Start in den Ar-

beitsspeicher lädt. Diese Datei verzeichnet viele Parameter sowohl für Win-

dows als auch für andere Programme, beispielsweise die verwendeten

Pfade oder installierten Schriften.

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W

Windows NT: (NT = Abk. für engl. New Technology). Ein neues mehrplatz-

und netzwerkfähiges Betriebssystem von Microsoft, von dem trotz mehr-

facher Ankündigungen immer noch nicht genau feststeht, wann es für End-

kunden verfügbar sein wird. Microsoft hat es für Intel-Plattformen ab 80386

und RISC-Systeme entwickelt.

Workstation: Derzeit gebräuchliche Bezeichnung für einen besonders

leistungsfähigen Computer, der dennoch auf, unter oder neben dem

Schreibtisch Platz findet.

WORM: (Abk. für engl. write once read many, dt. = Schreibe einmal, lies

mehrfach). Speichermedien, die von bestimmten Recordern einmal be-

schrieben und dann nur noch gelesen werden können (Nur-Lese-Speicher).

WWW: (Abk. für engl. World Wide Web). Das Netzwerk verbindet -> HTTP-

Server im Internet via -> Hypertext. Die Verweise zwischen den einzelnen

Informationen beziehungsweise deren Formatierung erfolgt in -> HTML

und den daraus entwickelten Varianten Hot Java, Hyper G und anderen.

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W

Wysiwyg: (Abk. für engl. What you see is what you get). Die Formel, auf die

man in den USA die Besonderheit von DTP brachte: im Gegensatz zu tradi-

tionellen Satzsystemen bereits am Bildschirm zu zeigen, was nachher im

Druck erscheint.

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X

XTND-System: Von Claris entwickeltes System zum Im- und Export ver-

schiedener Text- und Grafikdateien. Statt jedes Programm mit entsprechen-

den Filtern auszustatten, greifen XTND-fähige Systeme auf Standardfilter im

Systemordner zurück.

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Y

YCC-Format: Datenformat, das Bilddateien einer Photo CD speichert. Das Y

steht für Luminanz, die zwei C für zwei Chrominanzwerte, die die Farb-

leuchtkraft angeben.

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Z

Zero Wait State Design: Gestaltung einer Bedienungsoberfläche, die dem

Benutzer keine unnötigen Wartezeiten abverlangt. Rechenintensive Prozes-

se erledigt der Computer automatisch im Hintergrund.

Zufallspunktbilder: Diese Bilder weisen ein Zufallsmuster auf, das man mit

Hilfe des Computers (random) erzeugen kann. Sie kommen im Autostereo-

gramm häufig zum Einsatz, da sich in ihnen das 3-D-Motiv einfach codieren

läßt.

Zugriffszeit: (engl. = access time). Die Zeit, die das Speichermedium zur

Lokalisierung von Daten benötigt. Die Zugriffszeit hängt ab vom technischen

Verfahren des Mediums sowie von der Dauer, die der Schreib-Lese-Kopf des

externen Massenspeichers für die mechanische Einstellung benötigt. Übli-

cherweise wird von Festplatten ein Mittelwert gebildet, der dann die mittle-

re Zugriffszeit bezeichnet. Normalerweise liegt dieser Mittelwert im Bereich

von Millisekunden.


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