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Lösung Fall 9: Die zerstörten Uhren 

 

 

A. Ansprüche des E gegen K1 

 

I. Herausgabeansprüche 

 

1. § 985 BGB 

 

Der Herausgabeanspruch aus § 985 BGB setzt voraus, dass E Eigentümer und K1 Besitzer der Uhr ist, 
ohne dass ihm eine Recht zum Besitz an der Uhr zusteht. 

 

a) Eigentum des E 

E ist Eigentümer der Uhr. Er hat sein Eigentum auch nicht wegen der Einigung und der Übergabe der 
Uhr von D an K1 verloren, da D zur Eigentumsverschaffung nicht berechtigt war und ein gutgläubiger 
Erwerb gem. § 932 I 1 BGB am Abhandenkommen nach § 935 I BGB scheitert. 

 

b) Besitz des K1  

K1 hat infolge des Wegwerfens der Uhr die tatsächliche Sachherrschaft nicht mehr inne und ist somit 
nicht (mehr) Besitzer (§ 856 Abs. 1 Alt. 1 BGB). 

 

c) Ergebnis 

Der Anspruch aus § 985 BGB scheidet aus. 

 

 

2. § 812 I 1 Alt. 2 BGB 

 

Der Herausgabeanspruch aus § 812 I 1 2. Alt BGB setzt voraus, dass K1 auf sonstige Weise etwas auf 
Kosten  des  E  ohne  Rechtsgrund  erlangt  hat.  Der  Herausgabeanspruch  aus  §  985  BGB  verdrängt 
Herausgabeansprüche aus § 812 I BGB nicht. 

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a) etwas erlangt 

K1 hat den unmittelbaren Besitz an der Uhr erlangt, § 854 I BGB. 

 

b) auf sonstige Weise 

E  hat  ihm  den  Besitz  nicht  geleistet.  Jedoch  könnte  die  Nichtleistungskondiktion  infolge  des 
Grundsatzes  des  Vorrangs  der  Leistungskondiktion  ausgeschlossen  sein:  Den  unmittelbaren  Besitz 
hat  der  D  an  den  K1  geleistet.  Demzufolge  wäre  die  Nichtleistungskondiktion ausgeschlossen.  Eine 
Ausnahme ergibt sich jedoch dann, wenn die Wertungen der übrigen Rechtsordnung (insbesondere 
des  Sachenrechts)  dies  gebieten.  Hiernach  ist  eine  Nichtleistungskondiktion  trotz  vorrangiger 
Leistungsbeziehung  zulässig,  wenn  die  Sache  dem  Eigentümer  abhanden  gekommen  ist.  Dies  folgt 
aus  dem  Rechtsgedanken  des  §  935  BGB.  Danach  kann  der  Eigentümer  von  jedem  Besitzer  die 
Herausgabe  der  Sache  verlangen,  wenn  sie  ihm  abhanden  gekommen  ist,  so  dass  es  gerechtfertigt 
ist,  auch  eine  Direktkondiktion  zuzulassen.  (Weitere  Ausnahmen:  Bösgläubigkeit  des 
Anspruchgegners (Rechtgedanke des § 932 II BGB) und bei unentgeltlichem Erwerb (Rechtsgedanke 
der  §§ 816 I 2, 822 BGB)). Hier ist  die Sache dem Eigentümer E abhanden gekommen. Somit  steht 
ihm die Nichtleistungskondiktion offen. 

 

c) auf Kosten des E 

Der  vom  Bereicherten  erlangte  Vorteil  (Besitz)  ist  von  der  Rechtsordnung  dem 
Bereicherungsgläubiger  (E)  zugewiesen,  da  es  ihm  als  Eigentümer  kraft  §  903  BGB  zusteht, 
denjenigen zu bestimmen, der den Besitz innehaben soll. 

 

d) ohne Rechtsgrund 

Eine  Bereicherung  in  sonstiger  Weise  durch  Eingriff  in  den  Zuweisungsgehalt  einer  fremden 
Rechtsposition ist grundsätzlich rechtsgrundlos. 

 

e) Zwischenergebnis 

K1 ist zur Rückübertragung des Besitzes verpflichtet.  

 

f) Anspruch erloschen 

Da  eine  Herausgabe  jedoch  aufgrund  der  Zerstörung  der  Uhr,  unmöglich  geworden  ist,  ist  der 
Anspruch gemäß § 275 I BGB erloschen.  

 

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g) Ergebnis  

E hat keinen Anspruch gegen K 1 gemäß § 812 I 1 Alt. 2 BGB auf Rückübertragung des Besitzes an der 
Uhr. 

 

3. §§ 823 I, 249 S.1 BGB 

Ein  deliktischer  SEA  kann  iRd  Naturalrestitution  auf  Herausgabe  einer  Sache  gerichtet  sein.  Ein 
deliktischer  Herausgabeanspruch  ist  neben  §  985  BGB  anwendbar.  Da  eine  Herausgabe  jedoch 
aufgrund der Zerstörung der Uhr unmöglich geworden ist, scheidet ein Herausgabeanspruch aus. 

 

 

II. Schadensersatzansprüche 

 

1. § 989 BGB 

 

a) Vindikationslage z. Z. des schädigenden Ereignisses 

aa) Eigentum des E 

Zum Zeitpunkt des Wurfes der Uhr in die Schlucht war E deren Eigentümer. 

bb) Besitz des K1 ohne Recht zum Besitz 

K1  war  z.Z.  des  schädigenden  Ereignisses  unmittelbarer  Besitzer,  dem  auch  kein  Recht  zum  Besitz 
zustand (§ 986 BGB). 

 

b) Rechtshängigkeit 

Eine Klage war z.Z. des Wurfes nicht rechtshängig (§§ 253 I, 261 I, II ZPO).  

Exkurs:  Eine  Klage  wird  rechtshängig,  wenn  sie  die  dem  Beklagten  zugestellt  wurde.  Allein  die 
Einreichung der Klage bei Gericht genügt nicht. Die Klage ist dann erst und nur anhängig. 

 

c) Ergebnis 

Eine Haftung nach § 989 BGB scheidet aus. 

 

 

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2. §§ 990 I, 989 BGB 

 

a) eine Vindikationslage lag z.Z. des schädigenden Ereignisses vor (s.o.). 

 

b) Unredlichkeit des Besitzers 

Gemessen am Maßstab des § 932 II BGB war K1 gutgläubig, da ihm mangels Fachkenntnis der wahre 
Wert  der  Uhr  verborgen  blieb.  Er  durfte  den  D  als  Inhaber  eines  Uhrengeschäfts  als  berechtigt 
ansehen, den Eigenbesitzes an ihn zu übertragen, § 872 BGB. 

 

c) Ergebnis 

Eine Haftung nach §§ 990 I, 989 BGB scheidet aus. 

 

 

3. §§ 992, 823 I BGB 

 

a) Eine Vindikationslage lag z.Z. des schädigenden Ereignisses vor (s.o.). 

 

b) Schuldhaft verbotene Eigenmacht, § 858 I BGB (§ 992 Alt. 1 BGB)  

Eine solche liegt nicht vor, da K1 die Uhr mit Willen des unmittelbaren Besitzers D erlangt hat. 

Das D die Uhr ggf. durch schuldhaft verbotene Eigenmacht erlangt hat, ist hier unerheblich. Nach § 
992  BGB  muss  der  besitzende  Anspruchsgegner  die  verbotene  Eigemacht  begangen  haben.  Ein 
Zurechnung nach § 858 II BGB erfolgt nicht.  

 

c) Straftat (§ 992 Alt. 2 BGB) 

§ 259 I 1. Alt. StGB scheidet mangels Vorsatz des K1 aus. 

 

d) Ergebnis 

Eine Haftung nach §§ 992, 823 I BGB scheidet aus. 

 

 

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4. § 823 I BGB 

 

Anwendbarkeit der §§ 823 BGB bei Vorliegen einer Vindikationslage 

Gem.  §  993  I  2.  HS  BGB  ist  ein  Besitzer  weder  zur  Herausgabe  von  Nutzungen  noch  zum 
Schadensersatz verpflichtet, wenn eine Vindikationslage vorliegt. Die in §§ 987 bis 992 BGB regeln in 
diesem  Fall,  die  Herausgabe  von  Nutzungen  bzw.  deren  Ersatz  sowie  den  Schadensersatz 
abschließend. (Ausnahmen bei Fremdbesitzer, ausdrückliche Anordnung in § 992 BGB, Fall des § 826 
BGB). 

 

 

B. Ansprüche des E gegen K2 

 

I. Herausgabeansprüche scheitern aus den gleichen Gründen wie oben. 

 

II. SEAe 

 

1. § 989 BGB 

 

a) Vindikationslage z. Z. des schädigenden Ereignisses 

Zum  Zeitpunkt  der  Zerstörung  der  Uhr  im  Fleischwolf  war  E  deren  Eigentümer  und  K2  deren 
unmittelbarer Besitzer, dem auch kein Recht zum Besitz zustand. 

 

b) Rechtshängigkeit 

Eine Klage war z.Z. der Zerstörung nicht rechtshängig (§§ 253I, 261 I, II ZPO). 

 

c) Ergebnis 

Eine Haftung nach § 989 BGB scheidet aus. 

 

 

2. §§ 990 I, 989 BGB 

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a) Eine Vindikationslage lag z.Z. des schädigenden Ereignisses vor (s.o.). 

 

b) Unredlichkeit des Besitzers 

K2 hatte zu keinem Zeitpunkt positive Kenntnis von seiner mangelnden Besitzberechtigung, könnte 
aber bei Besitzerlangung hinsichtlich seiner Besitzberechtigung grob fahrlässig gewesen sein, §§ 990 I 
1, 932 II BGB. Dann müssten ihm Umstände bekannt gewesen sein, die mit auffallender Deutlichkeit 
dafür  sprechen,  dass  der  bisherige  Besitzer  zur  Verschaffung  eines  Rechts  zum  Besitz  nicht  in  der 
Lage  ist.  Als  Verdachtsmoment  ist  hier  der  unverhältnismäßig  niedrige  Preis  zu  bewerten.  Diesem 
Verdachtsmoment  ist  K2 nicht  nachgegangen und  handelte daher grob  fahrlässig (a.A. mit Verweis 
auf Fachgeschäft vertretbar, dann hilfsgutachterliche Fortsetzung der Prüfung). 

 

c) Der Schaden liegt in der Zerstörung der Uhr. 

 

d)  Den  K2  trifft  auch  ein  Verschulden  iSd  §  276  I  1,  2  BGB  am  Untergang  der  Uhr,  da  sein 
leichtfertiges Verhalten zur Zerstörung führte. 

 

e) Ergebnis 

K2 haftet gemäß §§ 990 I, 989 BGB. 

 

 

3. §§ 992, 823 I BGB 

 

a) Eine Vindikationslage lag z.Z. des schädigenden Ereignisses vor (s.o.). 

 

b) Schuldhaft verbotene Eigenmacht, § 858 I BGB (§ 992 Alt. 1 BGB) 

Eine solche liegt nicht vor, da K2 die Uhr mit Willen des unmittelbaren Besitzers D erlangt hat. 

 

c) Straftat (§ 992 Alt. 2 BGB) 

§ 259 I 1. Alt. StGB scheidet mangels Vorsatz des K2 aus. 

 

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d) Ergebnis 

Eine Haftung nach §§ 992, 823 I BGB scheidet aus. 

 

4. § 823 I BGB 

 

SEAe  aus  §  823  I  BGB  werden  durch  die  §§  987  bis  992  BGB  verdrängt,  soweit  nicht  §  992  BGB 
anwendbar  ist.  Zwar  wird  vertreten,  dass  die  Anwendung  des  §  823  I  BGB  beim  bösgläubigen 
Eigenbesitzer  in  Betracht  kommt,  da  es  Sinn  und  Zweck  der  §§  987  ff.  BGB  ist,  den  gutgläubigen 
Besitzer zu schützen und nicht den bösgläubigen. Gegen diese Auffassung spricht der Wortlaut des 
§ 992 BGB sowie ein dann auftretender Wertungswiderspruch zu § 990 II BGB: Nach dieser Vorschrift 
haftet der bösgläubige Besitzer für einen Vorenthaltungsschaden nur, wenn er mit der Herausgabe 
der  Sache  an  den  Eigentümer  in  Verzug  ist.  Würde  der  bösgläubige  Besitzer  gem.  §  823  I  BGB 
unmittelbar  haften,  so  hätte  er  den  durch  die  Eigentumsvorenthaltung  entstandenen  Schaden  zu 
ersetzen, unabhängig vom Vorliegen der Verzugsvoraussetzungen. 

 

 

C. Ansprüche des E gegen K 3 

 

I. Herausgabeansprüche scheitern aus den gleichen Gründen wie oben. 

 

II. SEAe 

 

1. §§ 687 II, 678 BGB 

 

a) Anwendbarkeit 

§ 687 II BGB wird durch §§ 989 ff. BGB nicht verdrängt.  

b) Voraussetzungen gemäß § 687 II BGB 

aa) fremdes Geschäft 

Das Tragen der abhanden gekommenen Uhr müsste ein fremdes Geschäft für K3 sein. 

Das Tragen einer Uhr als tatsächliche Handlung, kann grds. ein Geschäft im Sinne der § 677 ff. BGB 
sein, da nicht nur Rechtsgeschäfts oder rechtsgeschäftsähnliche Handlungen erfasst werden.  

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Fraglich ist ob es auch ein fremdes Geschäft ist. Dies ist nur dann der Fall, wenn die Rechtsordnung 
nach  Inhalt,  Natur  u./o.  äußeren  Erscheinungsbild,  das  Geschäft  einem  anderen  Rechts-u. 
Interessenkreis  als  dem  Handelnden  zuordnet,  insbesondere  die  Vornahme  des  Geschäfts  einem 
anderen  vorbehält.  Das  Tragen  einer  Uhr,  auch  wenn  sie  fremd  ist,  stellt  nach  seinem  Inhalt,  der 
Natur und dem äußeren Erscheinungsbild ein eigenes Geschäft dar. Es ist nicht erkennbar, dass das 
Tragen  einem  Anderen  zugeordnet  werden  könnte,  als  dem  tatsächlichen  Träger.  Dass  das  Tragen 
grds. dem ET vorbehalten ist, vermag hieran nichts zu ändern, auch wenn es ein entgegenstehendes 
Indiz  ist.  (Vgl.  auch  den  Fall  der  unberechtigten  Untervermietung:  Auch  hier  darf  der  Mieter  nicht 
weitervermieten. Gleichwohl ist nach einhelliger Meinung kein fremdes Geschäft gegeben.) 

c) Ergebnis  

Kein Anspruch gemäß §§ 687 II, 678 BGB. 

(A.A. vertretbar. Dann Anspruch gemäß §§ 687 II, 678 BGB und auch §§280 I, 677, 687 II BGB +)  

 

2. . § 989 BGB 

 

a) Vindikationslage z. Z. des schädigenden Ereignisses 

Zum Zeitpunkt der  Zerstörung der  Uhr während des  Unfalls war E deren Eigentümer und K3 deren 
unmittelbarer Besitzer, dem auch kein Recht zum Besitz zustand. 

 

b) Rechtshängigkeit 

Eine Klage war z.Z. der Zerstörung nicht rechtshängig (§§ 253I, 261 I, II ZPO). 

 

c) Ergebnis 

Eine Haftung nach § 989 BGB scheidet aus. 

 

 

3. §§ 990 I, 989 BGB 

 

a) Eine Vindikationslage lag z.Z. des schädigenden Ereignisses vor (s.o.). 

 

b) Unredlichkeit des Besitzers 

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K3  hatte  z.Z.  der  Besitzerlangung  positive  Kenntnis  davon,  dass  die  Uhr  zumindest  abhanden 
gekommen war. 

 

c) Verschulden 

Den K3 trifft kein Verschulden am Untergang der Uhr. 

 

d) Ergebnis 

Eine Haftung nach §§ 990 I, 989 BGB scheidet aus. 

 

 

4. §§ 992, 823 I BGB 

 

a) eine Vindikationslage lag z.Z. des schädigenden Ereignisses vor (s.o.). 

 

b) schuldhaft verbotene Eigenmacht, § 858 I BGB ( § 992 Alt. 2 BGB) 

Eine solche liegt nicht vor, da K2 die Uhr mit Willen des unmittelbaren Besitzers D erlangt hat.  

 

c) Straftat (§ 992 Alt. 2 BGB) 

In  Hinblick  auf  §  259  I  1.  Alt.  StGB  liegen  sowohl  die  objektiven  als  auch  die  subjektiven 
Tatbestandsmerkmale vor. D hat laut SV die Uhr von E gestohlen. § 242 StGB ist eine rechtswidrige 
Vortat  iSd  §  259  StGB.  K3  hat  über  die  Uhr  mit  D  einen  Kaufvertrag  abgeschlossen  und  die 
tatsächliche  Verfügungsgewalt  an  ihr  zu  eigenen  Zwecken mit D`s  Einverständnis  übernommen.  K3 
handelte auch vorsätzlich und mit Bereicherungsabsicht, ebenso wir rechtswidrig und schuldhaft. 

 

d) Rechtsfolge: Rechtsgrundverweisung auf die §§ 823 ff. BGB 

 

aa) § 823 I BGB 

Eine  Eigentumsverletzung  liegt  vor,  da  K3  den  rechtswidrigen  Zustand  der  Besitzentziehung  für  E 
verlängert  hat  und  diesem  die  Wiedererlangung  seines  Eigentums  erschwert  hat.  Die 
Verletzungshandlung  liegt  im  Ankaufen  der  Uhr.  Diese  Handlung  war  kausal  für  die 
Eigentumsverletzung.  K3  handelte  auch  rechtswidrig  und  schuldhaft.  Ihn  trifft  eine 
Schadensersatzpflicht aus §§ 992, 823 I BGB. 

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bb) §§ 823 II, 259 StGB 

K3  hat  ein  anerkanntes  Schutzgesetz  rechtswidrig  und  schuldhaft  verletzt.  Ihn  trifft  eine 
Schadensersatzpflicht aus §§ 992, 823 II BGB, 259 StGB. 

 

cc) § 826 BGB 

 

Die Hehlerei erfüllt die Voraussetzungen einer vorsätzlichen sittenwidrigen Schädigung. K3 trifft eine 
Schadensersatzpflicht aus §§ 992, 826 BGB. 

 

D. Gesamtergebnis 

 

K2 haftet aus §§ 990 I, 989 BGB und K3 aus §§ 992, 823 I, II iVm 259 StGB, 826 BGB. Fraglich ist, ob 
sie  dem  E  die  Einrede  der  Verjährung  entgegenhalten  können.  Zwar  beträgt  die  regelmäßige 
Verjährungsfrist  3  Jahre,  §  195  BGB.  Gemäß  §  199  III  BGB  verjähren  sonstige  SEA  (also  solche,  die 
nicht  unter Abs. 2 fallen) jedoch frühestens 10 Jahre nach ihrer Entstehung. K2 und K3 können die 
Einrede der Verjährung nicht erheben.